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Messerattacke in Tondern: Drei Festnahmen nach nächtlichem Streit

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Der Kongevej war für mehrere Stunden gesperrt.

Ein 23-Jähriger wird bei einer Auseinandersetzung auf dem Kongevej lebensgefährlich verletzt. Zwei weitere Männer werden vor Ort festgenommen. Die Polizei ermittelt wegen schwerer Körperverletzung – und prüft mögliche Verbindungen zu einem früheren Vorfall an gleicher Stelle.

Ein nächtlicher Gewaltausbruch hat am frühen Montagmorgen zu einem Großeinsatz der Polizei in Tondern geführt. Drei Männer wurden nach einem heftigen Handgemenge mit Messerbeteiligung am Kongevej – der innerörtlichen Ringstraße – festgenommen. Einer von ihnen, ein 23-Jähriger, wurde dabei schwer verletzt.

Brisant: Der Tatort liegt direkt gegenüber der Ludwig-Andresen-Schule – der deutschen Schule in Tondern. Zur Tatzeit gegen 4.23 Uhr befanden sich natürlich keine Schülerinnen oder Schüler im Gebäude – der Unterricht fällt wegen der Sommerferien derzeit ohnehin aus. Dennoch hätte der Vorfall Auswirkungen auf den Schulweg gehabt: Die Straße war bis in die Morgenstunden gesperrt, was den Berufsverkehr behinderte und außerhalb der Ferien auch den Zugang zur Schule hätte beeinträchtigen können.

Verletzter außer Lebensgefahr

Wie die Polizei für Nordschleswig und Südjütland mitteilt, ging um 4.23 Uhr ein Notruf wegen eines körperlichen Angriffs auf dem Kongevej ein. Beim Eintreffen der Einsatzkräfte fanden sie einen 23-jährigen Mann mit schweren Stichverletzungen vor. Er wurde mit einem Rettungshubschrauber ins Universitätskrankenhaus Odense geflogen. Nach Angaben der Polizei ist er inzwischen außer Lebensgefahr.

Neben dem Verletzten nahm die Polizei zwei weitere Männer im Alter von 36 und 19 Jahren fest – alle drei wurden im Zusammenhang mit dem Vorfall wegen schwerer Körperverletzung vorläufig festgenommen. Die genauen Hintergründe und die Beziehungen der Beteiligten zueinander sind Gegenstand der laufenden Ermittlungen.

Zwei Rettungswagen sowie der Hubschrauber aus Niebüll waren im Einsatz.

Ähnliche Auseinandersetzung im März

Vor wenigen Monaten war die Polizei bereits wegen einer ähnlichen Auseinandersetzung an derselben Adresse im Einsatz. Dem mutmaßlichen Täter gelang die Flucht und er konnte bislang nicht festgenommen werden. Er soll sich ins Ausland abgesetzt haben, hieß es nach der Tat im März. Ob es Verbindungen zwischen den beiden Vorfällen gibt, sei laut Polizeisprecher Martin Hess Pedersen vom Bezirksrevier Sonderburg (Sønderborg) derzeit nicht ersichtlich – allerdings werde selbstverständlich auch das Teil der weiteren Ermittlungen sein.

Ob die Festgenommenen einem Haftrichter vorgeführt werden, wird die juristische Abteilung der Polizei im Laufe des Tages entscheiden.