Kriminalität

Landwirtschaft: Diebstahl von hochwertigen GPS-Geräten stark gestiegen

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Hochwertige GPS-Geräte, die Traktoren und Mähdrescher genau in der Spur halten, sind gefragtes Diebesgut.

Immer mehr Hightech-Raubzüge auf dänischen Höfen: Der Diebstahl teurer GPS-Geräte aus Traktoren und Mähdreschern nimmt drastisch zu – allein in diesem Jahr registrierte die Versicherungsgesellschaft If fast 50 Prozent mehr Fälle.

Der Diebstahl von hochwertigen GPS-Geräten, die in Landmaschinen verbaut sind, ist deutlich gestiegen. Dies teilt die Versicherungsgesellschaft If mit. If hat demnach im laufenden Jahr 49 Prozent mehr Fälle registriert als im vergleichbaren Zeitraum des Vorjahres. Mit GPS ist über Satelliten die genaue Verortung beispielsweise des Traktors oder des Mähdreschers möglich.

Während 2023 noch 65 Prozent der Diebstähle in Jütland gemeldet wurden, sind es nun mit 65 Prozent vorwiegend die Bäuerinnen und Bauern auf Seeland, die betroffen sind.

Seeland derzeit im Fokus

Martin Leisten Petersen, Chef der Landwirtschaftsabteilung bei If, sieht eine besorgniserregende Zunahme der Diebstähle von hochwertigen GPS-Geräten, mit denen moderne Traktoren und Mähdrescher ausgerüstet sind. Die Diebe seien vor allem auf Seeland, Lolland und Falster aktiv. Es sei aber mitnichten so, dass Jütland nicht mehr betroffen sei. 

Die Gerätschaften sind mit handelsüblichen Geräten für den Privatgebrauch preislich nicht zu vergleichen. Laut If kosten sie oft zwischen 100.000 und 200.000 Euro. 

If macht professionelle Diebe verantwortlich und rät, die Geräte abzumontieren und an einem besonders gesicherten Ort zu deponieren. Petersen warnt auch davor, dass die Diebe oft ein weiteres Mal einen Hof aufsuchen, auf dem ein vorheriger Raubzug erfolgreich war. Das Diebesgut wird auf dem Schwarzmarkt verkauft.