Blaulicht

Grenzkontrolle deckt große Menge illegalen Feuerwerks auf

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Der Schmuggler von illegalen Feuerwerkskörpern wurde am Grenzübergang in Seth entlarvt. (Symbolfoto)

Was als Routinekontrolle am Grenzübergang Seth begann, endete mit einem massiven Feuerwerksfund: Erst entdeckte die UKA West explosive Stoffe im Auto eines 30-Jährigen aus Tondern – später kamen in seiner Wohnung mehr als 83 Kilogramm hinzu. Die Munitionsräumungseinheit der Streitkräfte sorgte für den sicheren Abtransport der Feuerwerkskörper.

Den richtigen Riecher hatte eine Streife der dänischen Ausländerkontrollabteilung West (UKA Vest), als sie am Donnerstagnachmittag am Grenzübergang Seth (Sæd) einen in Dänemark zugelassenen Pkw zur Kontrolle anhielt.

In dem Auto, das von einem 30-jährigen Mann aus der Kommune Tondern gefahren wurde, fanden die Mitarbeitenden der Spezialeinheit 2,7 Kilogramm Nettoexplosivstoffmasse (NEM-Wert) an Feuerwerk. Bei dem NEM-Wert handelt es sich um die Menge des aktiven Sprengstoffs/Feuerwerksstoffs im unverpackten Feuerwerk. 

Der Fund im Fahrzeug führte dazu, dass anschließend die Wohnung des Mannes durchsucht wurde. Diese entpuppte sich als wahre Fundgrube. Dort stieß die Polizei auf weitere 83,5 kg (NEM-Wert) Feuerwerk.

Fachleute wurden für den Abtransport eingeschaltet

Wegen der großen Menge an Explosivstoffen wurde die Munitionsräumungseinheit EOD (Explosive Ordnance Disposal) der Streitkräfte hinzugezogen. Die fachmännische Truppe transportierte die Feuerwerkskörper am Donnerstagabend vom Wohnort ab. 

Aufgrund des bevorstehenden Jahreswechsels und des damit vielerorts verbundenen Abschusses von Feuerwerk achten die Streifen der UKA Vest gegenwärtig besonders auf illegale Feuerwerkskörper, die über die Grenze nach Dänemark gebracht werden.

Eindeutige Regeln bei der Einfuhr von Feuerwerk

„Die Regeln auf diesem Gebiet sind ganz einfach: Für Privatpersonen ist es verboten, jegliche Art von Feuerwerk nach Dänemark einzuführen. Es ist völlig natürlich, dass unsere Streifen sowohl an der Grenze als auch im Hinterland in dieser Zeit ein besonderes Augenmerk auf die Einfuhr von Feuerwerk legen“, sagt der stellvertretende Polizeiinspektor Karsten Høy, UKA Vest, bei der Polizei für Südjütland und Nordschleswig.

 „Wir freuen uns darüber, dass diese Kontrolle gleichzeitig dazu geführt hat, dass wir die große Menge Feuerwerk an der Adresse entfernen konnten, die ein Sicherheitsrisiko darstellte“, so Høy weiter.

Der 30-jährige Mann wurde nach seiner Vernehmung entlassen. Er wird beschuldigt, im Besitz illegalen Feuerwerks gewesen zu sein. Zudem muss er mit Beschuldigungen wegen Lagerung und Transport der Feuerwerkskörper rechnen, sobald eine Gefährdungsbewertung für den Fall vorliegt.