Kommunalwahl 2025

Tondern vor der Wahl: Parteienlandschaft im Umbruch

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Am Wahlabend 2021 verfolgten im Rathaus viele politisch Interessierte das spannende Geschehen (Archivfoto).

Am 18. November entscheiden die Bürgerinnen und Bürger der Kommune Tondern über die künftige Zusammensetzung des Stadtrats. Mit weniger Kandidierenden, dem Rückzug erfahrener Kräfte und neuen Parteien hat sich die politische Landschaft gewandelt.

Mit ihrem Votum können die stimmberechtigten Menschen in der Kommune Tondern am Dienstag, 18. November, Einfluss darauf nehmen, wer ab Januar 2026 bis Ende Dezember 2030 auf den 31 Stühlen im Kommunalparlament Platz nimmt. 

Zwei amtierende Politikerinnen und vier Politiker kandidieren nicht erneut. Bei Venstre scheiden Mette Bossen Linnet, Thomas Ørting Jørgensen (früher Borgerlisten) sowie Anton Schulz (früher Borgerlisten) aus. 

Das Stadt- und Regionsratsmitglied Mette Bossen Linnet will sich ausschließlich auf die Politik im Regionsrat in Vejle konzentrieren. Kim Printz Ringbæk (Sozialdemokratie), Lisbeth Bang Pedersen (Tønder Listen) sowie Hans Schmidt (Kons.) ziehen sich aus der Politik zurück.

In der Kommune Tondern gibt es die Möglichkeit, zwischen elf verschiedenen Parteien zu wählen.

 

Bei der Wahl im November 2021 waren es noch zwölf Parteien. Seither hat sich die politische Landschaft jedoch etwas verändert.

Einige Parteien sind weg vom Fenster

Die lokale Liste Borgerlisten hat sich Anfang 2025 aufgelöst, um sich Venstre anzuschließen. Auch die Einheitsliste existiert an der nordschleswigschen Westküste nicht mehr. 

Zudem mischt Nye Borgerlige im Gegensatz zu vor vier Jahren nicht wieder mit. Damals wurde Allan Svendsen für diese Partei in den Stadtrat gewählt. Er wechselte aber im Laufe der Legislaturperiode zu Dansk Folkeparti. Die Dänische Volkspartei flog bei der Wahl im November 2021 aus dem Stadtrat, als sie ihre drei Sitze verlor.

Neue Partei mit zwei Namen

Neu auf dem Stimmzettel in der Kommune Tondern ist die Partei Velfærdsdemokraterne mit Frontfrau Barbara Krarup Hansen. Die frühere Spitzenkandidatin der Sozialdemokratie brach im Frühjahr mit ihrer Partei und setzt seither ihre Arbeit im Stadtrat ohne Parteizugehörigkeit fort. Sie hat für die Liste einen Mitstreiter gefunden. 

Noch weniger Kandidierende gibt es bei der Alternativen mit nur einer Kandidatin. Neu dabei sind zudem die Dänemarkdemokraten. 

Venstre hat traditionell die größte Gruppe

Die meisten Kandidierenden schickt Venstre mit 31 Leuten ins Rennen. Angeführt wird die Liste von Bürgermeisterkandidat Martin Iversen. Tønder Listen tritt mit 18 Kandidierenden einschließlich der Bürgermeisterkandidatin Anita Uggerholt Eriksen an.

Die Sozialdemokratie und Bürgermeisterkandidat Torben Struck bringen es auf 15 Personen. Die viertmeisten Namen auf der Liste hat die Schleswigsche Partei mit 13 Kandidierenden. An erster Stelle der Liste S steht Bürgermeister Jørgen Popp Petersen.  

Während die Wählerinnen und Wähler vor vier Jahren die Möglichkeit hatten, bei einer von 126 Personen ihr Kreuz zu setzen, stehen nun 107 Namen auf dem Stimmzettel. 73 Männer und 34 Frauen stellen sich für eine Kandidatur zur Verfügung.

Zu der Liste mit den Kandidatinnen und Kandidaten geht es hier.