Kommunalwahl 2025

Jung und Alt: Das wollen die Spitzenkandidatin und die -kandidaten

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Viele Ältere wollen gerne in Seniorenwohnungen oder Seniorenwohngemeinschaften leben.

Die Lokalredaktion Apenrade/Tingleff hat den fünf Spitzenkandidatinnen der Schleswigschen Partei sowie den Bürgermeisterkandidaten von Venstre, der Konservativen Volkspartei und der Sozialdemokratie drei Fragen zur bevorstehenden Kommunalwahl gestellt. Bei einer geht es um die Lebensbedingungen von älteren und jüngere Bürgerinnen und Bürger.

Was braucht die Kommune Apenrade, um das Leben für junge und ältere Menschen attraktiv zu machen? Diese Frage hat „Der Nordschleswiger“ der Spitzenkandidatin und den -kandidaten der Schleswigschen Partei (SP) sowie den drei Bürgermeisterkandidaten von Konservativen, Sozialdemokraten und Venstre gestellt. Nicht alle haben allerdings geantwortet.

Dorthe Andresen, SP

Dorthe Andresen

Ich kann vor allem für die jüngere Generation sprechen. Generell ist es wichtig, dass für alle Altersgruppen passender Wohnraum geschaffen wird und dass es auch die richtigen Angebote für Jung und Alt gibt. 

Für die junge Generation glaube ich, dass wir mehr Kulturangebote, zum Beispiel Konzerte, gemeinsame Veranstaltungen zwischen verschiedenen Schulen und Gymnasien oder Orte, an denen sich Jugendliche treffen können, brauchen. Die Kommune sollte ein attraktiver Ort sein, an den man gerne zurückkehrt. 

Was das Leben für ältere Menschen betrifft, finde ich es etwas schwieriger, konkrete Vorschläge zu machen. Wichtig sind aber sicher passender Wohnraum und eine gute Pflege – das es aber nun nicht meine "spidskompetence" ist, finde ich, dass es ein etwas schwieriges Thema ist. 

Erwin Andresen, SP:

Erwin Andresen

Kurt Asmussen, SP

Kurt Asmussen

Um eine lebendige Kommune zu werden, ist es für junge Menschen wichtig, ein Freizeit-, Kultur- und Beteiligungsangebot zu haben, wo sie ihre Ideen mit einbringen können. Hier investieren wir schon verstärkt in unsere Sporthallen und haben ein großes Angebot an kulturellen Events. 

Die Herausforderung besteht jedoch, dass es uns nicht gelingt, auch die Angebote an den Mann bzw. Frau zu bringen. Das heißt, unser Marketing muss sich verbessern, damit jeder nachvollziehen kann, wo was passiert. Die größere Herausforderung liegt jedoch beim öffentlichen Nahverkehr. 

In erster Linie ist es für mich wichtig zu betonen, dass die bestehenden Verbindungen des öffentlichen Verkehrs nicht angefasst werden. Die Lösung, um einen besseren Nahverkehr zu erlangen, ist jedoch nicht mehr Busse einzusetzen, da wir jetzt schon mit viel zu vielen leeren Sitzen durch die Gegend fahren. Hier müssen alternative Lösungen gefunden werden.

Für die ältere Bevölkerung gilt es, dass sie auch im hohen Alter noch die Möglichkeit haben, aktiv zu bleiben, körperlich wie geistig. Hier spielen freiwillige Vereine wie Seniorenclubs eine wichtige Rolle, die weiterhin zu unterstützen sind. Viele ältere Menschen wüschen auch im Ruhestand, nach wie vor in ihren jetzigen Umgebungen bleiben zu können. 

Hier ist es die Aufgabe der Kommune, den nötigen Wohnraum zu schaffen, dass dies auch möglich ist. Deshalb müssen die abgesetzten Mittel für den gemeinnützigen Wohnungsbau auch schnellstmöglich in der kommenden Legislaturperiode in Mörtel und Beton umgesetzt werden. 

Jan Breitenkamp Hansen, SP

Jan Breitenkamp Hansen

Die Kommune braucht Zukunftsperspektive für die jungen Leute. Möglichkeit für eine gute Ausbildung, moderne Studienwohnungen und ein gutes Freizeitangebot. 

Es muss möglich sein herumzukommen, also muss ein gut funktionierender Busverkehr sein und gute Radwege. 

Das Kulturleben muss vorhanden sein in Form von Musik, Sportangebote, Kulturelle Events etc. 

Für die älteren Menschen müssen Wohnformen geschaffen werden, für die verschiedenen Bedürfnisse. Es muss unkompliziert sein Hilfe zu bekommen, wenn der Bedarf da ist. Auch gilt eine gute Busverbindung und Radwege. Es müssen Aktivitäten sein wo man kommen kann und ein Teil der Gemeinschaft sein kann. 

Auch das Kulturleben ist hier ein wichtiger Teil.  

Thilo Schlechter, SP

Thilo Schlechter

Die Kommune Apenrade hat leider einen Hemmschuh, indem Sie sehr effektiv ist, aber im Kulturbereich sich schwertut. Besonders bei simplen Initiativen. 

Es gibt viele „ldsjæle“ und Initiativen, wie sportliche Veranstaltungen, Projekte für Nachtleben und auch um Kunst wie Bilder und ähnliches für die Öffentlichkeit gut darzustellen, jedoch ist die Kommune Apenrade trotz eines sehr großen Verwaltungsapparats in meinen Augen sehr schwerfällig und langsam, welches leider sogar manchmal traditionelle und gut angenommene Veranstaltungen geradezu verhindern. Hier besteht laut meiner Meinung großer Handlungsbedarf.

 

Thomas Andresen, Venstre

Wir müssen Wohnraum und Gemeinschaften für unsere älteren Mitbürger schaffen und ihnen Wahlfreiheit bei den Angeboten bieten, die sie benötigen. Dabei ist es mir nicht wichtig, ob die Bedürfnisse der Älteren – sei es Pflege, Einkäufe oder Mobilität – von der Kommune oder von privaten Anbietern gedeckt werden. Wichtig ist ein vielfältiges Angebot – auch in unseren ländlichen Regionen.

Unsere Jugendlichen sollen die Möglichkeit haben, ihre Bedürfnisse in kommunalen Angeboten mitzugestalten. Wir müssen den Mut haben, sie zu fragen, und ihre Wünsche umsetzen, wenn sie ein gutes Jugendleben fördern.

Der Fokus soll auf einem abwechslungsreichen Jugendleben liegen, mit vielfältigen Freizeitangeboten, Veranstaltungen und einem Jugendumfeld, das beispielsweise auf einem Jugendzentrum basieren kann. Ähnliche Angebote sollen auch in den ländlichen Regionen zugänglich sein, oder es muss eine gute Mobilität gewährleistet sein.

Wir müssen spannende und relevante weiterführende Bildungsgänge anbieten und die Jugendlichen für Arbeitsplätze in lokalen und regionalen Unternehmen ausbilden.