Umweltschutz

Und der Klimapreis geht an...

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Martin L. Petersen ist der Chef des neuen Preisträger-Unternehmens (Archivfoto).

Seit 2023 wird der Klimapreis der Kommune Apenrade vergeben. In diesem Jahr geht die Auszeichnung für klimaschützendes Engagement an ein Unternehmen in Fröslee.

Je später es wurde, desto mehr stieg beim kommunalen Wirtschaftstreffen (Erhvervstræf) die Spannung. Am Abend sollte ein Unternehmen mit dem Klimapreis ausgezeichnet werden.

So mancher der anwesenden Geschäftsleute rechnete sich wohl Chancen aus.

Kurz nach 20 Uhr wurde der Umschlag dann vom Moderator des Abends geöffnet: „Und der Gewinner ist – Frøslev Træ“, hallte es durch die Lautsprecher im Apenrader Folkehjem, wo das jährliche Wirtschaftstreffen stattfand.

Strahlender Chef

Martin L. Pedersen (r.) mit der Klima-Auszeichnung der Kommune Apenrade

Freudestrahlend kam Frøslev-Træ-Direktor Martin L. Pedersen auf die Bühne und nahm die Auszeichnung entgegen. „Als einer der größeren Produzenten und Lieferanten von Holz im Land arbeiten wir täglich daran, die Nutzung erneuerbarer Ressourcen zu fördern. Das liegt in unserer DNA – und das schon seit 1931. Deshalb ist es uns auch wichtig, ständig neue Möglichkeiten auszuloten, um den CO₂-Abdruck im Lebenszyklus unserer Produkte zu minimieren. Für uns bedeutet es viel, dass die Kommune Apenrade diese Arbeit mit diesem Klimapreis anerkennt. Ein Preis, für den wir dankbar sind“, sagte er dankend.

Weniger CO₂ durch neue Fahrzeuge und eigene Wärmeproduktion

Das in Fröslee (Frøslev) beheimatete Unternehmen handelt hauptsächlich mit Holz. Für die Klimapreis-Jury gab es jedoch andere Gründe, den Betrieb auszuzeichnen: „Bei Frøslev Træ hat man alte, die Umwelt verschmutzende Dieselgabelstapler durch umweltfreundlichere strombetriebene Alternativen ersetzt“, heißt es in der schriftlichen Begründung. Doch das sei noch nicht alles, wird hinzugefügt: „Außerdem werden Holzabfälle, die vorher abtransportiert wurden, zum Heizen der vielen Geschäftsgebäude, Lagerhallen und Produktionsstätten genutzt.“ Und: Statt chemischer Mittel nutze Frøslev Træ Wasser und Sand, um Holz zu imprägnieren. Eine Eigenentwicklung, die neue Maßstäbe setze.

„Wir haben hier ein Unternehmen, das einen ganzheitlichen Zugang zum Klima hat und sich entschieden hat, auch so zu handeln“, sagte Erik Uldall Hansen, der Vorsitzende des Ausschusses für nachhaltige Entwicklung.

Information zum Klimapreis

Zwölf Unternehmen waren 2025 für den kommunalen Preis nominiert. Er wurde zum dritten Mal verliehen. Im vergangenen Jahr war das Rothenkruger Unternehmen Chr. Andresen der Preisträger. Die Jury besteht aus Vertreterinnen und Vertretern des Ausschusses für nachhaltige Entwicklung, von Business Aabenraa (kommunaler Gewerbeverband), dem gemeinsamen Entwicklungsrat und dem Jugendklimarat der Kommune Apenrade.