Stadtplanung

Küstenschutz: So verändert sich der Gravensteiner Spazierpfad

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Der Pfad am Nübeler Noor wird von vielen Fußgängern und Radlern genutzt.

Die Kommune Sonderburg hat eine Modernisierung des von vielen Menschen benutzten Pfads zwischen Pflegeheim und Hafen in Gravenstein gutgeheißen. Der Weg soll drei Meter breit werden und auf einem meterhohen Deich liegen.

Seit der massiven Überschwemmung im Oktober 2023 ist niemand mehr im Zweifel: Die Küstenpartien Dänemarks müssen dringend vor Hochwasser geschützt werden. In Gravenstein (Gråsten) muss die Strecke zwischen dem Hafen und Pflegeheim unter anderem mit einem hohen Deich gesichert werden. Die Sonderburger Kommune hat, laut Pressemitteilung, für diese Arbeiten bislang sieben Millionen Kronen angesetzt. 

Die Kommune will die nötige Anpassung an die kommenden Klimabedingungen mit einer positiven Stadtentwicklung und einem Mehrwert für den Ort Gravenstein kombinieren. Der von vielen Fußgängerinnen und Fußgängerinnen und Radfahrenden genutzte Pfad entlang des Nübeler Noors soll moderner und noch attraktiver gestaltet werden. 

Ein besserer Zugang zur Hafenfront

„Wir schützen nicht nur die Küste – wir modernisieren auch den Fahrrad- und Wanderpfad, damit wir noch bessere Erholungsareale und damit ein besseres Stadtgebiet am Hafen erhalten. So bekommen alle einen noch besseren Zugang zur Hafenfront“, so Asger Romme Andersen (Einheitsliste), Vorsitzender im kommunalen Natur-, Klima- und Umweltausschuss.

Der Küstenschutz in der Sonderburger Kommune wird mit 21 Millionen Kronen zu Buche schlagen. Die Kommune hat mehrfach Zuschüsse für diese Ausgaben beim Staat beantragt, erhielt aber immer eine Absage. Bis vor einigen Monaten. Mit der jüngsten Zusage von 5,5 Millionen kann das teure Projekt bedeutend günstiger werden. Die Anliegerinnen und Anlieger an den Strecken müssen selbst 20 bis 25 Prozent der Kosten übernehmen, so Romme Andersen. Der Stadtrat wird noch Stellung zu den neuen Berechnungen inklusive Millionenzuschuss nehmen – wer wie viel zahlen muss.

Die Strecke gehört zum Gravensteiner Pfad.

Für die Ausarbeitung eines diesbezüglichen Projektvorschlags in Gravenstein wurden im Haushalt 2025-2028 70.000 Kronen angesetzt. Für das ganze Küstenschutzprojekt hat Sonderburg laut Presseabteilung der Kommune sieben Millionen reserviert. 1,5 Millionen Kronen davon sind für gesonderte Projekte auf der Strecke zwischen Pflegeheim und Hafen vorgesehen. Die Kommune geht davon aus, dass die Arbeiten 2027 in Angriff genommen werden können. Gleichzeitig soll auch der Pfad sein Lifting erhalten. 

Küstenschutzprojekt eingeleitet

Der Beginn des Küstenschutzprojekts wurde mit der kürzlichen Gutheißung offiziell eingeleitet. Der Teil des Gravensteiner Pfads soll drei Meter breit werden und dem höheren Deich liegen. 

Stadtratsmitglied Daniel Staugaard (V) freut sich, dass am Wasser ein attraktiver neuer Aufenthaltsort für Bürgerinnen und Bürger und auch Touristen geschaffen wird. Für ihn ist es aber auch wichtig, dass die an der 500 Meter langen Front wohnenden Bürgerinnen und Bürgern aktiv einbezogen werden. Der Projektvorschlag wird diesen Menschen persönlich präsentiert. 

Der Hafen in Gravenstein