Deutsche Minderheit

Respekt im Netz: Jugendliche der LAS testen Spiel für den deutschen Markt

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Das Spiel soll Schülerinnen und Schüler für einen respektvollen Ton im Netz sensibilisieren.

„DIGIchat“ entstand als Uni-Projekt in Dänemark und soll bald den deutschen Markt erobern. Aber vorher haben Schülerinnen und Schüler der Ludwig-Andresen-Schule in Tondern getestet, was die Version taugt.

„Uns geht es hauptsächlich um den Dialog untereinander, aber natürlich auch um den Spaß am Spiel“, sagt Spielentwickler Gajan Rasathurai. In Zusammenarbeit mit der Ludwig-Andresen-Schule (LAS) in Tondern wurde die deutsche Version von DIGIchat getestet. 

Mit dem Lernspiel sollen Kinder und Jugendliche einen respektvollen Umgang und Ton im Internet lernen.

Und so funktioniert es

Wie verhalte ich mich bei Hasskommentaren? Wie können Emojis den Ton einer Nachricht verändern? Fragen wie diese sollen im Spiel diskutiert werden.

In drei verschiedenen Kategorien kommen die Kinder in kleinen Gruppen in den Dialog. Das Spiel konzentriert sich in verschiedenen Versionen auf unterschiedliche Schwerpunkte. Es geht um die Kommunikation im Netz, den digitalen Fußabdruck, Künstliche Intelligenz oder auch die Risiken, wenn man Inhalte im Internet veröffentlicht.

Die Schülerinnen und Schüler sollen sich zu den verschiedenen Themen austauschen und auch voneinander lernen.

Von Dänemark an deutsche Schulen

DIGIchat existiert bereits seit 2021 für den dänischen Markt. Im kommenden Jahr solle es, so Rasathurai, nach Deutschland gehen. Das Lernspiel ist momentan für die 7. bis 10. Klasse geeignet, eine Version für jüngere Klassen sei aber bereits in Planung. „Das Alter, in dem die Kinder Handys bekommen, wird immer früher, deshalb ist es umso wichtiger, dass sie einen richtigen Umgang lernen“, sagt Rasathurai.

„Man kommt ins Gespräch“

Schülerin Johanna sammelte die in der Klasse entwickelten „Regeln für einen respektvollen Umgang im Netz“.

Johanna und Neele aus der 8. Klasse der LAS waren Teil der Testrunde für die deutsche Version von DIGIchat. Sie behaupten, bereits sehr bewusst im Internet unterwegs zu sein, dennoch denken sie, dass andere Kinder und Jugendliche von dem Spiel profitieren können. „So kommt man auch mit Leuten aus der Klasse ins Gespräch, mit denen wir sonst vielleicht nicht über so etwas reden würden“, sagt Johanna.

„Es ist spannend zu hören, worüber sich die Schülerinnen und Schüler unterhalten und wie engagiert sie diskutieren“, so Rasathurai. Auch Lehrer Bo Rerup ist begeistert und könnte sich vorstellen, das Spiel in Zukunft in seinen Unterricht einzubeziehen.