Blaulicht

Führerschein? Fehlanzeige! Polizei stoppt 15-jährigen Autofahrer – und verfolgt ihn durchs Feld

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Zufällig begegnete eine Polizeistreife am Tønder Landevej einem sehr jungen „alten Bekannten“ (Symbolfoto).

Dank eines Spürhundes wurden der Teenager und seine beiden Passagiere schnell ausfindig gemacht. Ihnen droht jetzt großer Ärger – und dem Autobesitzer vielleicht auch.

Manches „Früchtchen“ fällt besonders früh vom Baum – und setzt sich ans Steuer: Ein 15-jähriger Junge aus Tondern (Tønder) hat am Tønder Landevej bei Lügumkloster für eine Szene gesorgt, die selbst routinierte Polizistinnen und Polizisten staunen ließ.

Als eine Streife auf der Landstraße unterwegs war, kam ihnen ein Pkw entgegen – am Steuer: ein alter Bekannter, der allerdings nach dem dänischen Verkehrsrecht definitiv noch nicht hinter dem Lenkrad sitzen dürfte. Das Polizeiauto wendete sofort, der junge Fahrer fuhr sogar vorschriftsmäßig rechts ran. Alles schien zunächst ruhig – doch dann wurde es filmreif.

Anstatt sich brav der Kontrolle zu stellen, ergriffen der 15-Jährige und seine beiden gleichaltrigen Mitfahrer kurzerhand die Flucht. Ihr Plan: sich auf einem nahe gelegenen Feld zwischen hochgewachsenen Pflanzen zu verstecken. Leider hatten sie die Rechnung ohne einen Hund der Polizei gemacht. Ein vierbeiniger Kollege mit feinem Riecher spürte das Trio schon nach kurzer Zeit auf.

Juristische Konsequenzen drohen

Jetzt droht dem jungen Fahrer Ärger: Er wird sich wegen Fahrens ohne Fahrerlaubnis verantworten müssen. Zudem prüfen die Behörden derzeit, ob das Fahrzeug möglicherweise entwendet wurde – oder ob ein Erwachsener das Auto zur Verfügung gestellt hat. Falls Letzteres der Fall ist, drohen auch dem Fahrzeughalter juristische Konsequenzen: Ein Auto an jemanden zu verleihen, der keinen Führerschein hat, ist keineswegs erlaubt – selbst wenn man denkt, der Junge fährt ganz passabel.

Verletzt wurde glücklicherweise niemand – außer vielleicht der Glaube an das ruhige Landleben in Nordschleswig.