Kultur

Demokratie, Krieg und Frieden: Deutsche Bücherei zeigt Theaterstück

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Ukraine-Krieg
Der Ukraine-Krieg ist Thema des Theaterstücks. Darin erzählt „Shalene“ die Geschichte von zwei ukrainischen Großmüttern, die die russische Invasion und die Besetzung der Region Kiew überlebt haben.

Bürgerinnen und Bürger aus dem deutsch-dänischen Grenzland zusammenbringen: Das ist das Ziel der vierten Kulturvereinbarung Sønderjylland-Schleswig. In Demokratiesalons soll der Fokus auf kulturelle Gemeinschaften und Wohlbefinden sowie Demokratie und Mitbestimmung gelegt werden. Den Auftakt macht ein Theaterstück mit anschließender Diskussion.

Eine Theateraufführung mit Diskussion über den Krieg in der Ukraine ist der Auftakt einer Reihe von Veranstaltungen im Grenzland, die den Fokus auf Demokratie legen. Dahinter steht die Kulturvereinbarung Sønderjylland-Schleswig. 

Die mobilen „Demokratiesalons“ stehen Interessierten auf beiden Seiten der Grenze offen. Die Veranstaltungen haben zum Ziel, Bürgerinnen und Bürger in Gespräche über Demokratie einzubinden. Im November geht es los. 

Am Donnerstag, 6. November, um 19 Uhr veranstaltet die Deutsche Bücherei Nordschleswig in der Aula des Deutschen Gymnasiums für Nordschleswig (DGN) in Apenrade den ersten Demokratiesalon. Am Abend wird ein musikalisches deutsch-ukrainisches Tragikomödien-Stück im Mittelpunkt stehen. Im Anschluss gibt es Gesprächsrunden zum Thema Demokratie und Grenzland.

Tragikomödie „Verrückt“

In dem Theaterstück dreht sich alles um die beiden ukrainischen Frauen Ania und Ninka, die die Invasion und Besetzung ihres Heimatlandes durch die russische Armee erleben. „Auf absurde, aber unterhaltsame Weise erzählen und singen sie von ihrem Überlebenskampf, tanzen furchtlos zwischen Explosionen und schreien gen Himmel, um russische Kampfflugzeuge abzuschießen“, heißt es in der Ankündigung. Es handele sich um einen traumgleichen Einakter über die Macht des Humors im Angesicht der allgegenwärtigen Brutalität des Krieges. 

Das Stück, das bereits am Berliner Ensemble aufgeführt wurde, wird auf Ukrainisch und Deutsch, mit englischen und deutschen Untertiteln sowie einer dänischen Simultanübersetzung über Kopfhörer gezeigt. Tickets sind für 75 Kronen im Webshop des Bundes Deutscher Nordschleswiger erhältlich.

Jugendliche setzen die Agenda

Am Freitag, 14. November, um 13.30 Uhr stehen dann die Stimmen von Jugendlichen im Mittelpunkt. Tønder Kommunes Biblioteker und das Tønder Gymnasium laden junge Menschen aus der Grenzregion zu einem Demokratiesalon ein. Er wird von Schülerinnen und Schülern des Gymnasiums gestaltet und moderiert. Die Veranstaltung findet im Tønder Gymnasium statt.

Weitere Veranstaltungen bis 2028 geplant

Die weiteren Themen der Demokratiesalons sind vielfältig: Klima, Gemeinschaft, Zukunft, Einsamkeit und Natur stehen im Fokus. Sie gehen von einem Vortrag einer lokalen Persönlichkeit, Politikerinnen und Politikern oder Kunstschaffenden aus. 

Am 19. Februar 2026 veranstaltet die Stadtbibliothek Flensburg beispielsweise einen Newstalk über die Bedeutung der Medien für die Demokratie. 

Am 3. März 2026 lädt die Deutsche Bücherei Nordschleswig zu einem Vortrag und Gespräch mit u. a. der dänischen Autorin Emma Holten über die Rolle der Frauen in Wirtschaft und Demokratie ein.

Zur Veranstaltungsübersicht geht es hier.

Hintergrund: Kulturvereinbarung Sønderjylland-Schleswig

Die Partnerinnen und Partner der Region Sønderjylland-Schleswig haben die vierte Kulturvereinbarung Sønderjylland-Schleswig unterzeichnet, die bis Ende 2028 läuft. In den kommenden vier Jahren wird die Kulturvereinbarung den Fokus auf kulturelle Gemeinschaften und Wohlbefinden sowie Demokratie und Mitbestimmung über die Grenze hinweg legen.

Die Kulturvereinbarung Sønderjylland-Schleswig wird von einem Kulturausschuss der Region Sønderjylland-Schleswig gelenkt. Sie wurde von den vier nordschleswigschen Kommunen sowie der Stiftung Nordfriesland, der Kulturstiftung des Kreises Schleswig-Flensburg und der Stadt Flensburg gemeinsam mit der Region Syddanmark zur Wahrnehmung gemeinsamer grenzüberschreitender Initiativen gegründet.