Studie

Dänische Schüler verstehen gesellschaftliche Zusammenhänge weltweit am besten

Dominik Dose
Dominik Dose Online-Redaktion
Kopenhagen
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Foto: Scanpix

Hinter Dänemark folgen Taiwan, Finnland, Schweden und Norwegen. Auch in Bezug auf das Verhältnis zwischen Schülern und Lehrern schneidet Dänemark bei der Studie überdurchschnittlich gut ab. Unterrichtsministerin Merete Riisager ist stolz.

Für Kinder ist es oft schwer zu verstehen, wie eine Gesellschaft genau funktioniert. Dänische Achtklässler schneiden in der Disziplin trotzdem besonders gut ab. Genauer gesagt, sind sie weltweit die Besten ihrer Altersstufe, wenn es darum geht, politische, demokratische und gesellschaftliche Zusammenhänge zu verstehen.

Das zeigt ein neuer Bericht des ICCS-Projekts (International Civic and Citzenship Education Study) der Universität Aarhus. Insgesamt nahmen 94.000 Schüler aus 24 Ländern an der Untersuchung teil. Dänemark liegt dabei vor Taiwan, Finnland, Schweden und Norwegen an der Spitze des Ländervergleichs.

Ministerin ist zufrieden

Die dänische Unterrichtsministerin Merete Riisager von der Liberalen Allianz freut sich über das Ergebnis: „Wir können sehr stolz auf das dänische Resultat sein. Es zeigt, dass in den dänischen Schulen guter Unterricht gemacht wird“, so die Ministerin zur Nachrichtenagentur Ritzau.

Auch bei der Beurteilung des Verhältnisses zwischen Schülern und Lehrern schneidet Dänemark besonders gut ab. Als einziges nordisches Land liegt Dänemark in dieser Kategorie deutlich über dem Durchschnitt. „Es ist sehr positiv, dass die Schüler so eine gute Beziehung zu ihren Lehrern haben. Das bedeutet, dass sie auch mitgestalten können“, sagt der Vorsitzende des Unterrichtsausschusses des Lehrerverbandes, Bjørn Hansen.

Wie gut werden Schüler vorbereitet

ICCS untersucht, wie gut Schulsysteme und Lehrer auf der ganzen Welt die Schüler auf ihr künftiges Leben als Bürger in der Gesellschaft vorbereiten. Der Fokus liegt dabei zum einen auf dem Wissen der Schüler über die Gesellschaft und zum anderen auf den Werten, die ihnen vermittelt werden.

Die Untersuchung zeigt auch, dass das Interesse für Politik bei den Schülern zwischen 2009 und 2016 nur schwach gestiegen ist.

Gleichzeitig ist in diesem Zeitraum die Zahl der Mädchen und Jungen, die mit ihren Eltern und Freunden über politische und soziale Themen sprechen, deutlich angestiegen. Dänische Schüler sind laut Untersuchung diejenigen, die dies weltweit am häufigsten tun.

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