Handball-EM

Dänemark überrollt Spanien in der zweiten Hälfte

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Niclas Kirkeløkke
Ein emotionaler Niclas Kirkeløkke nach einem seiner Treffer gegen Spanien.

Dänemark enteilte in der zweiten Hälfte auf zwischenzeitlich acht Tore und ist in der Hauptrunde der Handball-EM weiter auf Kurs. Am Ende jubelten die Handball-Herren über ein klares 36:31 (16:14) gegen Spanien.

In einer starken zweite Hälfte läuft Dänemark Spanien bei der Handball-Europameisterschaft davon und feiert am Ende einen wichtigen und sicheren 36:31-Erfolg (16:14). Die Spanier hielten für 35 Minuten mit und ärgerten Dänemarks Handballer, die dann einen Gang höher schalteten und davonzogen. 

Mit Frankreichs Sieg über Portugal kurz zuvor und einem wahren Torfestival, war den dänischen Handballern klar, dass sie ihr Weiterkommen bei der EM in den eigenen Händen haben. Nun ist der erste von drei Punkten unter Dach und Fach. Die dänische Abwehr stand von Anpfiff an felsenfest, genau wie Torhüter Emil Nielsen, der gleich drei Mal stark parierte. Dänemark zog schnell auf 4:1 davon. Trotz eines langsamen spanischen Angriffsspiels und der Suche nach Lösungen trafen die Iberer am Schluss doch. So war Spanien schwer vom Spielfeld zu verdrängen, doch die dänische Führung hatte Bestand und schwankte immer zwischen zwei und drei Toren.  

Die Spanier erhöhten den Druck auf Gidsel und Pytlick, doch trotz ein paar einzelnen Ausnahmen, fanden die zwei dänischen Stars meist Lösungen. Gleichzeitig hatte auch Emil Nielsen bei einigen Aktionen Pech, wie zum Beispiel als er zwar mit Händen oder Beinen am Ball war, dieser sich aber dennoch ins Tor mogelte. So konnte Spanien zur Pause auf 14:16 verkürzen, obwohl Dänemark die bessere Mannschaft war und höher hätte führen können. 

Dänemark enteilt

Probleme bereitete der dänischen Hintermannschaft Spaniens Toptalent Marcos Fis. So schnupperten die Spanier in der zweiten Hälfte am 17:17, doch plötzlich schaltete Dänemark einen Gang hinzu und erzielte drei Tore am Stück. Als Emil Nielsen zehn Minuten vor Schluss auch noch einen Strafwurf von Fis hielt, kochte die Boxen-Halle in Herning. In der Folge verwandelte Emil Jakobsen seinen Strafwurf sicher und erzielte ein Tor vom Flügel aus, Niclas Kirkeløkke traf ebenfalls doppelt, und nach 42 Minuten musste Jordi Rivera die Auszeit-Taste drücken. Zu diesem Zeitpunkt lag Dänemark mit 24:18 in Führung.

Nikolaj Jacobsen drückte weiter aufs Tempo, indem er offensiv auf sieben gegen sechs spielte. Das führte zu leichteren dänischen Toren, und da Spanien keine Fehler provozieren konnte, kamen Riveras Truppe nicht näher heran. In den letzten zehn Minuten wechselten sich die Teams mit Toren ab, und nur ein paar vergebene dänische Strafwürfe bedeuteten, dass Spanien den Abstand um ein paar Tore verkürzen konnte.

 

Spanien: Hernandez (7/2 Paraden), Biosca; Fis 9/3, A. Dujshebaev 5, Garciandia 4, Gómez 3/1, Odriozola 2, D. Dujshebaev 2, Gurri 1, Casado 1, Tarrafeta 1, Serdio 1, Romero 1, Barrufet 1, Serradilla, Fernandez

Dänemark: Nielsen (14/2 P.), Möller; Jakobsen 8/5, Kirkelökke 6, Pytlick 6, Gidsel 5, Hansen 3, Bergholt 2, Hoxer 2, Landin 1, Lauge 1, Andersson 1, Hald 1, Saugstrup, Mensah, Möller

Zuschauer: 15.000 (Jyske Bank Boxen, Herning)
Schiedsrichter: Marko Boricic / Dejan Markovic (Serbien)
Strafminuten: 12 / 6