Eishockey

Tabellenschlusslicht stürzt Sønderjyske in die Krise

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Nikolaj Krag-Christensen war nach der erneuten Niederlage frustriert.

„Wir sind so verdammt schlecht“, schimpfte Nationalstürmer Nikolaj Krag-Christensen nach der 1:5-Pleite von Sønderjyske gegen den Tabellenletzten Frederikshavn White Hawks.

Die Eishockeyspieler von Sønderjyske sind Dauergäste in den Playoffs um die dänische Meisterschaft, seitdem die Playoffs in der derzeitigen Form mit Viertelfinale, Halbfinale und Finale 2003 eingeführt wurden.

In dieser Saison drohen Playoffs ohne Sønderjyske, wenn der Abwärtstrend der vergangenen Wochen und Monate nicht gestoppt wird. Die sportliche Talfahrt mit nur 3 Siegen aus den vergangenen 13 Spielen erlebte ihren vorläufigen Tiefpunkt mit einer blamablen 1:5-Pleite beim Tabellenletzten Frederikshavn White Hawks.

Frust sitzt tief

„Es ist ja nicht nur heute, es ist mittlerweile in allen Spielen. Wir sind so verdammt schlecht“, schimpft Nationalstürmer Nikolaj Krag-Christensen am Mikrofon von „jfm-play“: „Frederikshavn hat es gut gemacht, die wollten es mehr als wir. Ich bin so frustriert, es ist besser, den Mund zu halten.“

Frederikshavn hatte in den drei Spielen unter dem neuen Trainer Mario Simioni drei klare Niederlagen mit einem Torverhältnis von 5:14 kassiert, war aber gegen Sønderjyske die weitaus effektivere Mannschaft. 

Sønderjyske war zwar über weite Strecken die optisch überlegene Mannschaft, nicht zuletzt im Mitteldrittel, konnte aber nur eine von vielen großen Möglichkeiten in ein Tor umwandeln und fiel wie ein Kartenhaus zusammen, als der ehemalige Sønderjyske-Stürmer Thomas Spelling nach nur 14 Sekunden des Schlussdrittels das 3:1 erzielte.

Fehlende Konstanz

„Wir sind zu leicht aus der Bahn zu werfen, wenn etwas Negatives passiert. Wir haben nicht gut genug gespielt, um hier zu punkten. Es sind auf dem Eis zu viele schlechte Entschlüsse gefasst worden. Wir wollten aggressiv spielen, haben aber abwartend gespielt“, sagt Casper Stockfisch zum „Nordschleswiger“.

Der Sønderjyske-Trainer hatte in den vergangenen beiden Heimspielen gegen Frederikshavn und Aalborg gute Leistungen gesehen, dazwischen aber eine schlechte in Herlev und jetzt wieder in Frederikshavn.

„Unsere Leistungen sind zu schwankend. Nach einer guten Leistung folgt eine schlechte. Wir müssen einfach mehr Konstanz reinbringen“, so Stockfisch.

Ändert sich das nicht, könnte es die schlechteste Saison seit 2018 werden, als Sønderjyske in einer Liga mit zehn Teams Tabellenneunter wurde und sich nach der Entlassung des damaligen Trainers Dan Ceman nur über ein „Play-In“ ins Playoff-Viertelfinale rettete.

 

Frederikshavn WH – Sønderjyske (2:0,0:1,3:0) 5:1

1:0 Ben Freeman (3:20), 2:0 Ben Freeman (14:48/5 gegen 4), 2:1 Matt Kopperud (35:55/Ass.: Nikolaj Krag-Christensen, Angelo Miceli), 3:1 Thomas Spelling (40:14), 4:1 Thomas Søndergaard (50:10), 5:1 Aleksi Ainali (57:03/5 gegen 4).

Zeitstrafen: Frederikshavn 3x2 – Sønderjyske 5x2 Minuten. Schiedsrichter: Niklas Knøsen/Alexander Kaptain. Zuschauer: 1.011.