Eishockey

Sønderjyske-Siegtreffer 0,7 Sekunden vor Spielende

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Jacob Schmidt-Svejstrup machte sich selbst das beste Geburtstagsgeschenk.

Geburtstagskind Jacob Schmidt-Svejstrup sicherte in der letzten Sekunde den 2:1-Sieg nach Verlängerung gegen Rungsted, nachdem Sønderjyske bis neun Minuten vor Schluss mit 0:1 hinten lagen.

Die Eishockeyspieler von Sønderjyske haben den Aufwärtstrend der vergangenen Wochen weiter verstärkt und den sechsten Sieg aus den letzten sieben Spielen gefeiert.

Jacob Schmidt-Svejstrup wurde an seinem 28. Geburtstag zum Matchwinner, als er 0,7 Sekunden vor Ende der Verlängerung den entscheidenden Treffer zum 2:1-Erfolg bei Rungsted Seier Capital versenkte und großen Jubel auslöste.

Trainer dachte schon ans Penaltyschießen

„Ich hatte schon damit begonnen, die Namen für das Penaltyschießen aufzuschreiben, doch ,Svej' meinte, dass dies nicht nötig sei – das war natürlich schön“, so ein gut gelaunter Sønderjyske-Trainer Casper Stockfisch zum „Nordschleswiger“.

Sønderjyske konnte mit den zwei erzielten Punkten das Abrutschen auf den siebten Tabellenplatz verhindern und stattdessen den Vorsprung auf Rungsted auf vier Punkte ausbauen. Rungsted hatte bis zur 51. Minute noch geführt.

„Als wir in Rückstand geraten sind, hatte ich nicht mehr das Gefühl, dass wir ein Tor erzielen würden. Wir verloren das Momentum und wurden gegen einen Gegner, der in der Tabelle drei Punkte hinter uns lag, nervös“, meint der Trainer.

Eine unnötige Hinausstellung von Valdemar Ahlberg, der in der vergangenen Saison noch das Sønderjyske-Trikot trug, ermöglichte den Ausgleich in Überzahl. Und in der Verlängerung schlug dann Jacob Schmidt-Svejstrup zu.

Sønderjyske-Tor aberkannt

Durch den Sieg rückte auch eine strittige Situation gleich in der ersten Spielminute in den Hintergrund.

Sønderjyske hatte bereits nach 51 Sekunden die Hartgummischeibe im Netz, doch nach Videobeweis wurde der Treffer nicht gegeben. Das Tor war verschoben, bevor Angelo Miceli den Puck über die Linie drückte. 

Laut Regelwerk hätte der Treffer zählen müssen, wenn das Tor absichtlich oder unabsichtlich von einem verteidigenden Spieler verschoben wurde. Die Schiedsrichter gaben Angelo Miceli die Schuld für das verschobene Tor, obwohl es Rungsted-Verteidiger Morten Jensen war, der Angelo Miceli gegen den Torpfosten gedrückt hatte. Grenzwertig!

„Die Schiedsrichter haben die Verantwortung für das verschobene Tor bei Miceli gesehen – andere Schiedsrichter hätten die Situation vielleicht anders beurteilt“, meint Stockfisch.

Die Gäste hätten in der Folge mehr aus dem Übergewicht an Spielanteilen und Torchancen machen müssen, doch Rungsted-Torwart David Grubak hielt seine Mannschaft im Spiel. 

Die Schiedsrichter hätten laut Regelwerk in der ersten Minute auch auf Tor entscheiden können.

Sønderjyske war auch im zweiten Drittel die optisch überlegene Mannschaft, doch das Momentum kippte, als Anton Als in der 33. Minute eine der bis dahin wenigen Rungsted-Chancen nutzte. 

„Wir wollten danach die Dinge erzwingen und haben dadurch die Kontrolle verloren“, so der Sønderjyske-Trainer, der sich aber vor dem Derby am Freitag zu Hause gegen Esbjerg über zwei Punkte freuen konnte.

 

Rungsted - Sønderjyske (0:0,1:0,0:1) 1:2 n.V.

1:0 Anton Als (32:12), 1:1 Nicolas Werbik (50:43/Ass.: Angelo Miceli, Oskar Drugge/5 gegen 4), 1:2 Jacob Schmidt-Svejstrup (64:59/Ass.: Nikolaj Krag-Christensen).

Zeitstrafen: Rungsted 2x2 – Sønderjyske 1x2 Minuten. Schiedsrichter: Thomas Burchardt Andersen/Kenneth A. Nielsen. Zuschauende: 652.