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Sønderjyske-Kicker wundern sich über nicht gegebenen Elfmeter

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Maxime Soulas und Sønderjyske hatten den Gegner gut im Griff.

Alle im Sønderjyske-Lager hatten in der Schlussphase ein Foul an Olti Hyseni im Strafraum gesehen. Verteidiger Magnus Jensen wollte sich dennoch viel lieber darüber freuen, dass die Sønderjyske-Mannschaft reifer geworden ist.

Es hätten auch drei Punkte sein können, aber es sprang am Ende nur ein Punkt heraus, als die Sønderjyske-Fußballer sich von Randers FC torlos trennten. Die erste Nullnummer seit dem 0:0 in der 1. Division gegen Vendsyssel FF am 18. April 2024 war in einem langeweiligen Spiel mit wenigen Höhepunkten keineswegs ungerecht, aber es hätte in den Schlussminuten auch noch einen Elfmeter für Sønderjyske geben können.

Im Sønderjyske-Lager waren sich alle einig: Olti Hyseni wurde in der Nachspielzeit von Laurits Raun Pedersen im Strafraum zu Boden gebracht – ein klares Foul. Der Gefoulte wollte sich nach Spielende nicht dazu äußern, aber seine Mannschaftskameraden schon.

„Ich finde, dass es ein klarer Strafstoß ist“, meinte Torwart Marcus Bundgaard, und auch sein Abwehrkollege wunderte sich, dass sich der VAR nicht einschaltete.

„Ich habe es erst jetzt gesehen und verstehe  auch, wieso der Schiedsrichter nichts gesehen hat. Ich finde, dass es ein Strafstoß ist, aber es sitzen besser ausgebildete Leute am VAR-Schirm, die das anders beurteilt haben“, sagte Magnus Jensen zum „Nordschleswiger“.

Schiedsrichter Simon Duerlund Rasmussen hatte in der Nachspielzeit keinen Elfmeter gesehen, und auch der VAR schaltete sich nicht ein.

Der Innenverteidiger wollte sich viel lieber darüber freuen, dass die Sønderjyske-Mannschaft reifer geworden ist.

Seit 232 Minuten ohne Gegentor

„Dieses Spiel hat mich sehr an das in Viborg erinnert. Das haben wir damals 0:1 verloren. Wenn wir die Spiele nicht gewinnen können, müssen wir wenigstens einen Punkt mitnehmen, und in Sachen Reife haben wir einen guten Schritt nach vorne gemacht“, meint Magnus Jensen, dessen Team jetzt seit zweieinhalb Spielen ohne Gegentor ist – seit exakt 232 Minuten. 

„Damit sind wir zufrieden. Das ist eine gute Basis, wenn wir hinten dicht machen können“, so der Innenverteidiger.

Wie schon beim 3:0 gegen den FC Fredericia ließ die Hintermannschaft von Sønderjyske nur wenig zu. Glück hatte ein souveräner Marcus Bundgaard im Tor bei einem Pfostentreffer von OIiver Olsen in der 52. Minute und auch bei einigen gefährlichen Situationen gegen Ende der ersten Halbzeit. Doch am Ende hatte Sønderjyske in der Offensive mehr zu bieten als der Gegner.

Magnus Jensen freut sich über die zuletzt starke Defensive.

Sønderjyske hatte in der ersten halben Stunde alles im Griff, war die tonangebende Mannschaft und hätte bereits nach 16 Sekunden in Führung gehen müssen, als Matthew Hoppe den Ball aus kurzer Entfernung über die Querlatte spitzelte. 

Sønderjyske war dem Sieg näher

Nach einer halben Stunde gaben die Gäste das Spiel für zehn Minuten aus der Hand und hatten Glück, nicht in Rückstand zu geraten. Für Sønderjyske wäre mehr drin gewesen. Matthew Hoppe hätte mehr aus einem Kopfball aus kurzer Entfernung machen müssen und auch drei Abschlüsse von der Strafraumgrenze brachten Gefahr.

Sønderjyske war dem Sieg näher als Randers, aber unterm Strich ist gegen ein torloses Unentschieden nichts einzuwenden.

„Wir können mit dem einen Punkt leben, es hätten aber auch drei Punkte sein können. Hätte das Spiel einen Sieger verdient gehabt, wären wir das“, so Marcus Bundgaard, der sich über sein zweites Zu-Null-Spiel in Folge freut.

Marcus Bundgaard machte einen sicheren Eindruck und hat seit 232 Minuten kein Gegentor mehr zugelassen.

„Wir haben hinten ein gutes Gefühl. Wir spielen hinten extrem diszipliniert und kommunizieren gut. Wir haben ein gutes Verständnis untereinander aufgebaut, wo meine Vorderleute die eine Ecke zumachen und ich mich auf die Mitte und auf die andere Ecke konzentrieren kann“, sagt der Torwart.

Magnus Jensen will auch nach oben blicken

Mit dem Unentschieden haben die Sønderjyske-Kicker den Abstand auf die Abstiegsplätze um einen weiteren Punkt ausgebaut.

„Wir sind darauf aufmerksam, was in der Tabelle hinter uns passiert, aber ich finde, dass es okay ist, dass wir die Mannschaften jagen, die vor uns stehen. Es wäre anspruchslos, wenn wir nicht versuchen würden, in der Tabelle weiter nach oben zu klettern“, meint Magnus Jensen.

 

Randers FC - Sønderjyske (0:0) 0:0

Randers: Paul Izzo – Oliver Olsen, Wessel Dammers, Daniel Høegh, Nikolas Dyhr – John Björkengren, André Rømer (60.: Amin Al-Hamawi) – Elies Mahmoud (60.: Laurits Raun Pedersen), Mike Themsen (76.: Musa Touré),  Mathias Greve (88.: Frederik Lauenborg) – Mohamed Toure (76.: Norman Campbell).

Sønderjyske: Marcus Bundgaard – Simon Wæver (58.: Tobias Klysner), Maxime Soulas, Magnus Jensen, Daniel Gretarsson – Tobias Sommer, Andreas Oggesen (68.: Mohamed Cherif), Kristall Mani Ingason (86.: Rasmus Vinderslev) – Mads Agger, Matthew Hoppe (86.: Albert Rrahmani), Alexander Lyng (68.: Olti Hyseni).

Gelbe Karten: Mads Agger, Tobias Sommer, Matthew Hoppe.

Schiedsrichter: Simon Duerlund Rasmussen. VAR-Schiedsrichter: Morten Krogh.

Zuschauer: 3.718.