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Sønderjyske-Kapitän ärgert sich über fehlende Reife

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Die Sønderjyske-Kicker konnten den FCK nicht aufhalten.

Der FCK war nicht unerwartet besser, Tobias Sommer sieht aber eine verpasste Chance, einen unverdienten Punkt zu klauen.

Die drei Punkte gingen nicht unerwartet an den FC København, dennoch war bei den Sønderjyske-Fußballern nach der 1:2-Heimniederlage eine gehörige Portion Enttäuschung zu spüren.

„Es war ein verdienter Sieg, ganz klar, aber wir müssen die Situationen erzwingen, damit wir als Underdog einen unverdienten Punkt klauen. Wir haben das Spiel lange am Leben gehalten, aber zu spät das Tor erzielt, und am Ende war ausschlaggebend, dass uns der Zynismus und die Reife gefehlt haben, die leichten Gegentore zu verhindern“, sagt Sønderjyske-Kapitän Tobias Sommer zum „Nordschleswiger“.

Mut erst in Halbzeit zwei gezeigt

Die Abgeklärtheit fehlte vor allem beim zweiten Gegentor, das mit taktisch clevererem Verhalten hätte verhindert können.

„Es kann nicht sein, dass nach einem Freistoß an der Mittellinie ein Pass reicht, um unsere Organisation auseinander zu nehmen. Das müssen wir schneller erkennen und verhindern“, ärgert sich Tobias Sommer.

„Wir hatten uns darauf vorbereitet, dass wir über weite Strecken die zweitbeste Mannschaft sein würden, müssen dann aber mehr draus machen, wenn wir unsere Chancen haben. Das Wort Mut ist wohl das am meisten benutzte der vergangenen Woche. Wir mussten uns trauen, gegen den FCK mitzuspielen. Das ist uns in der zweiten Halbzeit besser gelungen“, meint der Kapitän.

„Wir können gegen den FCK nicht über 90 Minuten dominieren und mutig nach vorne spielen. Das ist gegen diesen Gegner unmöglich. Die Daten zeigen, dass der FCK in Sachen Pressing die Nummer eins der Liga ist. Wir mussten schlau sein, und das ist uns in einigen Phasen auch gelungen, aber die Phasen waren zu kurz“, meint Thomas Nørgaard.

Thomas Nørgaard ärgerte sich über das zweite Gegentor.

Der Sønderjyske-Trainer ärgerte sich in erster Linie über das zweite Gegentor.

„Der größte Unterschied ist die Erfahrung und die Härte, mit der man auch mal ein schnelles Umschalten verhindert. Ich kann nicht aushalten, wie leicht wir das zweite Gegentor zugelassen haben. Da waren wir genau so viel Zuschauer wie die übrigen Leute im Stadion. Das müssen wir unterbinden, so wie es der FCK getan hat, wenn wir eine gute Konterchance hatten“, so Thomas Nørgaard.