Eishockey

Sønderjyske kann Siegesserie des Spitzenreiters nicht stoppen

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Mit 1.331 Zuschauerinnen und Zuschauern kamen so wenige wie seit Jahren nicht mehr.

Die Herlev Eagles stehen überraschend an der Tabellenspitze der dänischen Eishockey-Liga und haben mit einem 3:2-Sieg den Vorsprung gegenüber Sønderjyske ausgebaut. Das wollten nur wenige Fans sehen.

Die Eishockeyspieler von Sønderjyske haben den Sprung an die Tabellenspitze verpasst. Der noch ungeschlagene Tabellenführer aus Herlev konnte einen knappen 3:2-Sieg aus Woyens entführen, gar nicht einmal unverdient.

„Wir haben nicht 100 Prozent erreicht. Herlev hat gutes Auswärtshockey gezeigt, während wir unter Niveau geblieben sind, und dann verlieren wir eben“, so ein enttäuschter Sønderjyske-Kapitän Rasmus Lyø zum „Nordschleswiger“.

Minuskulisse in Woyens

Der letztjährige Pokalfinalist aus Herlev war mit vier Siegen gegen Odense, Frederikshavn, Aalborg und Herning in die neue Saison gestartet, doch den ungeschlagenen Tabellenführer wollten nicht viele Fans sehen. 1.331 Zuschauerinnen und Zuschauer bildeten eine Minuskulisse – das waren so wenige wie seit Jahren nicht mehr. Im August waren noch 1.643 Fans zu einem Testspiel gegen Odense gekommen.

„Die Zahl war nicht dem Tabellenstand würdig. Das war immerhin die Nummer eins gegen die Nummer drei, aber es war eben auch eines von fünf Spielen innerhalb kürzester Zeit. Wir spielen Freitag, Montag, Mittwoch, Freitag, Sonntag“, so Sønderjyske-Sportchef Klaus Rasmussen, der sich vielmehr über die Niederlage ärgerte.

„Wir haben jetzt zwei gute Heimspiele hingelegt, sind aber ohne Punktgewinn geblieben“, sagt Rasmussen.

Die Gastgeber begannen druckvoll und erzwangen sich gleich dicke Torchancen, wurden aber für ihren Übereifer bestraft. Die ersten beiden Torschüsse des Gegners flogen ins Netz, und Sønderjyske hatte an dem 0:2-Rückstand nach fünfeinhalb Minuten lange zu knabbern.

Nicht nur wegen des frühen Rückstandes war die Stimmung auf den Rängen anfangs gedrückt. Eine ältere Frau war die Treppe runtergefallen und blieb bewusstlos liegen. Die Zuschauerin musste mit dem Krankenwagen abtransportiert werden, kam aber noch glimpflich und ohne Knochenbrüche davon.

Viele Chancen vergeben

Mit dem 1:2-Anschlusstreffer wurde die Stimmung besser, doch der 1:3-Rückstand nahm Sønderjyske wieder den Wind aus den Segeln.

„Wir haben uns reichlich Chancen erspielt, aber es hat nicht gereicht“, ärgert sich Lyø, der mit seiner Mannschaft am Freitag in Esbjerg antreten muss und am Sonntag Herning empfängt.

Sønderjyske - Herlev Eagles (1:2,0:0,1:1) 2:3

0:1 Isak Göransson (1:40), 0:2 Oliver True (5:28), 1:2 Albert Schioldan (13:16/Ass.: Nikolaj Krag-Christensen, Gustav Nielsen), 1:3 Daniel Petersen (41:15), 2:3 Jonas Borring (47:43).

Zeitstrafen: Sønderjyske 5x2 – Herlev 6x2 Minuten. Schiedsrichter: Martin Theiltoft-Christensen/Andreas Weise Krøyer. Zuschauer: 1.331.