Eishockey

Sønderjyske in der Krise: „Müssen aus diesem Loch wieder raus“

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Nikolaj Krag-Christensen kann sich die Talfahrt der Sønderjyske-Mannschaft nur schwer erklären.

Verkrampft und ohne Selbstvertrauen war auch der dritte Auftritt nach der Trainerentlassung. Rungsted hängt Sønderjyske mit einem 4:2-Sieg in der Tabelle ab.

Die Eishockeyspieler von Sønderjyske stecken weiter in der Krise und haben mit einem enttäuschenden und verkrampften Auftritt auch das Heimspiel gegen Rungsted Seier Capital mit 2:4 verloren. Es war bereits die dritte Niederlage hintereinander nach der Entlassung von Casper Stockfisch. Für Nachfolger Lars Foder ist das alles andere als ein Auftakt nach Maß in seinem neuen Job.

„Nein, das ist nicht der Start, den ich mir gewünscht habe, aber es nützt nichts, jetzt alles wieder umzukrempeln. Wir müssen Vertrauen in das haben, was wir für richtig halten, und haben in der kommenden Woche jetzt alle Möglichkeiten, vor den Playoffs noch eine Wende herbeizuführen“, sagt Lars Foder zum „Nordschleswiger“.

Fehler werden bestraft

Sønderjyske trifft auf Rødovre (Montag), Aalborg (Mittwoch) und Odense (Freitag), muss sich aber steigern, wenn die Talfahrt gebremst werden soll.

„Wir arbeiten nicht hart genug. Wir arbeiten zumindest nicht richtig, und alle Fehler, die wir machen, werden bestraft. Wir müssen aus diesem Loch wieder raus und zurück zu dem finden, was wir können“, meint Lars Foder.

Selbst ein Traumstart reichte nicht. Nach zwei Gegentoren in den ersten beiden Unterzahl-Situationen verpuffte die anfängliche Energie wieder. Rungsted war in Überzahl eiskalt, bei Sønderjyske blieben sogar zwei volle Minuten bei fünf gegen drei ungenutzt. David Grubak im Rungsted-Tor parierte einige Male glänzend, aber es fehlten bei dieser großen Gelegenheit die Ideen.

Die einfachsten Dinge klappen nicht

„Es ist eine Frage des Selbstvertrauens. Wir denken zu viel nach und machen Fehler. Selbst die einfachsten Dinge meistern wir im Moment nicht. Wir müssen zurück zur Basis, aber das schaffen wir im Moment nicht“, sagt Nikolaj Krag-Christensen zum „Nordschleswiger“.

„Wir tun uns schwer, haben aber den Glauben nicht aufgegeben, dass wir das drehen und bestmöglich in die Playoffs gehen können. Wir müssen uns jetzt in die Augen schauen und überzeugen, dass wir das auch wollen“, so der Sønderjyske-Stürmer.

Nach 38 von 48 Spieltagen stehen die Hellblauen mit 45 Punkten auf Tabellenplatz sieben, fünf Punkte hinter Rungsted auf Rang sechs und zehn Punkte vor Rødovre auf Position acht.

 

Sønderjyske - Rungsted (1:1,0:2,1:1) 2:4

1:0 Nicolas Werbik (2:52/Ass.: Angelo Miceli, Oskar Drugge), 1:1 Ludvig Elvenes (10:19/5 gegen 4), 1:2 Filip Karlsson (27:44/5 gegen 4), 1:3 Valdemar Hull (35:20), 2:3 Nicolas Werbik (53:50/Angelo Miceli, Matt Kopperud), 2:4 Steve Whitney (59:49).

Zeitstrafen: Sønderjyske 4x2 – Rungsted 4x2 Minuten. Schiedsrichter: Jens Christian Gregersen/Thomas Buchardt Andersen. Zuschauer: 1.954.