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Sønderjyske fliegt in Unterzahl aus dem Pokal

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Maxime Soulas (r.) wurde in der 65. Minute vom Platz gestellt und wird am Sonntag in der Superliga gegen Vejle gesperrt fehlen.

Eine Stunde lang war Sønderjyske die bessere Mannschaft, doch ein umstrittener Platzverweis änderte alles. Trainer Nørgaard ist sich sicher, dass die Schiedsrichter keine Agenda gegen Sønderjyske haben.

Die Sønderjyske-Fußballer sind derzeit auf Schiedsrichter nicht gut zu sprechen. Am Sonntag wurde ihnen in der Nachspielzeit ein Elfmeter verwehrt, drei Tage später wurde ein umstrittener Platzverweis für Maxime Soulas teuer.

Die Hellblauen waren im Pokal-Achtelfinale bei Superliga-Tabellenführer AGF eine Stunde lang die bessere Mannschaft, gerieten aber in Unterzahl mächtig unter Druck und kassierten in der 87. Minute den entscheidenden Gegentreffer zur 1:2-Niederlage.

Keine Agenda gegen Sønderjyske

„Ich habe eigentlich keine Lust, wieder über Schiedsrichter zu sprechen. Das war eine 50:50-Situation zwischen zwei groß gewachsenen Spielern, die beide ziehen. Max wurde dafür bestraft, dass er angeblich härter zieht. Das war ärgerlich für das Spiel, ärgerlich für uns, denn übergeordnet finde ich, dass wir bis dahin die bessere Mannschaft waren und genug Chancen hatten, um in Führung zu liegen, aber der Charakter des Spiels hat sich geändert, obwohl wir Herz und Seele reingelegt haben“, so Sønderjyske-Trainer Thomas Nørgaard zum „Nordschleswiger“.

Nach dem Spiel am Sonntag hatte der Schiedsrichter gemeint, Olti Hyseni sei zu theatralisch gefallen, diesmal wurde Patrick Mortensen für sein theatralisches Fallen belohnt.

„Ich will hier nicht heulen. Ich bin mir zu 100 Prozent sicher, dass die dänischen Schiedsrichter keine Agenda gegen uns haben. Das gleicht sich über eine Saison in etwa aus, und ich freue mich darauf, dass irgendwann Entscheidungen zu unseren Gunsten ausfallen“, sagt Nørgaard.

Die Sønderjyske-Kicker hätten in der ersten Stunde mehr aus ihren vielen Möglichkeiten machen müssen, Matthew Hoppe war nicht zuletzt bei zwei dicken Kopfballchancen der größte Sünder.

Matthew Hoppe legte einen großen Arbeitseinsatz hin, vergab aber zwei dicke Chancen.

Der erste Versuch des US-Amerikaners kullerte nach 29 Sekunden knapp am Torpfosten vorbei. Statt einer Sønderjyske-Führung lag der Ball eine Minute später im eigenen Netz. Kristian Arnstad hatte von der Strafraumgrenze aus unhaltbar für Nicolai Flø abgezogen.

Nørgaard zollt seiner Mannschaft Respekt

Der Sønderjyske-Torwart konnte danach zweimal glänzend parieren, hatte aber weniger zu tun als sein Gegenüber im AGF-Tor. 

„Wir haben es uns mit dem frühen Rückstand selbst schwer gemacht. Wir haben einen Raum geöffnet, wo Kristian Arnstad gefährlich ist und müssen anerkennen, dass das ein guter Schuss war. Anerkennen muss man aber auch, wie wir darauf reagiert und was wir geleistet haben. Respekt an die Jungs“, so Thomas Nørgaard.

Tobias Sommer ärgerte sich über den frühen Rückstand.

„Wir sind enttäuscht. Gegen die Nummer eins der Superliga darf man nicht so früh in Rückstand geraten. Da muss unsere Organisation besser sein, aber danach hatten wir ein gutes Gefühl. So lange wir elf gegen elf spielten, war es ein ausgeglichenes Spiel. Wir hätten gerne 90 Minuten elf gegen elf gespielt“, sagt der Mittelfeldspieler zum „Nordschleswiger“.

„Ich habe die Situation, die zum Platzverweis führte, nicht noch einmal gesehen. Es ist klar, dass dies eine spielentscheidende Situation war, aber generell finde ich, dass Mikkel Redder ein gutes Spiel gepfiffen hat“, meint Tobias Sommer.

 

AGF - Sønderjyske (1:0) 2:1

1:0 Kristian Arnstad (2.), 1:1 Magnus Jensen (57.), 2:1 Patrick Mortensen (87.)

AGF: Jesper Hansen – Felix Beijmo, Henrik Dalsgaard, Eric Kahl – Rasmus Carstensen, Markus Solbakken (46.: Sebastian Jørgensen), Kevin Yakub (90.: Nicolai Poulsen), Gift Links (72.: Frederik Emmery) – Tobias Bech (90. Stefen Tchamche), Youssouph Badji (46.: Patrick Mortensen), Kristian Arnstad.

Sønderjyske: Nicolai Flø – Tobias Klysner (76.: Simon Wæver), Maxime Soulas, Magnus Jensen, Ebube Duru – Rasmus Vinderslev (69.: Andreas Oggesen), Tobias Sommer, Mohamed Cherif – Mads Agger (69.: Daniel Gretarsson), Matthew Hoppe (81.: Kristall Mani Ingason), Olti Hyseni (81.: Alexander Lyng).

Rote Karte: Maxime Soulas (65.)

Schiedsrichter: Mikkel Redder.

Zuschauerinnen und Zuschauer: 3.472.