Eishockey

Massenschlägerei und Derbypleite für Sønderjyske

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Oscar Schulze ärgerte sich über viele leichte Gegentore.

Nicht weniger als zehn Spieler mussten vorzeitig unter die Dusche, als nach Abschluss des Anfangsdrittels die Fäuste flogen. Ein Doppelschlag innerhalb von 35 Sekunden ließ die Partie zugunsten von Esbjerg kippen.

Die Eishockeyspieler von Sønderjyske haben in der laufenden Saison in der eigenen Arena nur die beiden Tabellenletzten Rødovre und Frederikshavn geschlagen, sonst lauter Niederlagen kassiert. Diese schlechte Bilanz setzte sich fort, als der dänische Meister von 2024 das Derby gegen Esbjerg Energy mit 2:5 verlor.

Es war ein Derby, das in erster Linie durch eine wüste Massenschlägerei in Erinnerung bleiben wird. Nach Ende des ersten Drittels flogen die Fäuste, und die Schiedsrichter entschieden sich dafür fünf Spieler von jeder Mannschaft vorzeitig unter die Dusche zu schicken: Matt Kopperud, Nicolas Werbik, Julius Marva, Jacob Schmidt-Svejstrup und Rasmus Lyø von Sønderjyske sowie Phillip Schultz, Rasmus Bjerrum, Mikkel Rask, Jeppe Bertram und Thomas Mondrup von Esbjerg Energy.

Nach Doppelschlag war die Luft raus

Von den Namen her trafen die Ausfälle bei Sønderjyske mit Sicherheit härter als beim Gegner. Die Gastgeber hatten nichts mehr entgegenzusetzen, nachdem ein Doppelschlag Mitte des zweiten Drittels die Entscheidung bedeutete.

Sønderjyske hatte sich nach einem 0:2-Rückstand zurückgekämpft und zum 2:2 ausgeglichen, doch nur zwei Minuten später ließ dieser Doppelschlag innerhalb von 35 Sekunden die Partie wieder zugunsten der Gäste kippen.

„Das war hart für uns, danach war Esbjerg besser“, sagt Sønderjyske-Verteidiger Oscar Schulze zu „jfm-play“: „Wir haben heute aber gutes Eishockey gespielt. Wir sind Schlittschuh gelaufen, haben gekämpft und Schüsse aufs Tor gebracht. Das war ein vernünftiges Spiel von uns, aber leider hat es nicht gereicht, weil wir zu viele leichte Gegentore zugelassen haben.“

„Wir müssen uns zusammenreißen“

Mit der Derbypleite wurde die schlechte Bilanz vor eigenem Publikum weiter verschlechtert. In der laufenden Saison haben die Hellblauen lediglich jeweils zwei Heimspiele gegen Rødovre und Frederikshavn gewonnen.

„Wir müssen uns zusammenreißen. Der Einsatz heute heute war positiv. Wir müssen mehr von solchen Leistungen bringen, wenn wir in der Tabelle nach oben klettern wollen“, meint Oscar Schulze.

 

Sønderjyske - Esbjerg Energy (1:2,1:2,0:1) 2:5

0:1 Oliver Kjær (4:12), 0:2 Gordon Ballhorn (12:55), 1:2 Jacob Schmidt-Svejstrup (19:49/Ass.: Oskar Drugge/5 gegen 4), 2:2 Nikolaj Krag-Christensen (27:32), 2:3 Sebastian Skovning (29:51), 2:4 Oliver Kjær (30:26), 2:5 Miku Ronkainen (53:20).

Spieldauer Disziplinarstrafen: Matt Kopperud, Nicolas Werbik, Julius Marva, Jacob Schmidt-Svejstrup, Rasmus Lyø – Phillip Schultz, Rasmus Bjerrum, Mikkel Rask, Jeppe Bertram, Thomas Mondrup.

Schiedsrichter: Martin Theiltoft Christensen/Rasmus Haarkær Ankersen. Zuschauer: 2.213.