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Keine Europapokal-Revanche für Sønderjyske

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Die Sønderjyske-Startelf gegen Viktoria Plzen: (hinten von links) Lirim Qamili, Matthew Hoppe, Pachanga Kristensen, Nicolai Flø, Maxime Soulas und Tobias Klysner sowie (vorne von links) Rasmus Vinderslev, Olti Hyseni, Kristall Mani Ingason, Alberto Vogtmann und Anders Hoeg

Viktoria Plzen warf 2020 den frischgebackenen dänischen Pokalsieger aus der Europa-League-Qualifikation und setzte sich auch im Testspiel in Spanien durch. Mads Agger traf und vergab auch die große Ausgleichschance.

Fußball-Superligist Sønderjyske hat sich für den ersten Teil der Saisonvorbereitung dicke Brocken als Gegner ausgesucht und hat auch im zweiten Testspiel eine deutliche Niederlage einstecken müssen.

Eine Woche nach der 3:6-Schlappe gegen den FC Midtjylland hat der Tabellenvierte der Superliga im Rahmen des Trainingslagers in Spanien gegen Viktoria Plzen mit 1:3 verloren.

Tschechen dominieren erste Hälfte

„Wir haben uns in der ersten Halbzeit schwer getan. Es fehlte gegen einen starken und ultimativen Gegner der Mut, aber nach einigen Justierungen wurde es in der zweiten Halbzeit besser. Die erste Halbzeit gehörte den Tschechen, in der zweiten waren wir besser“, so Sønderjyske-Trainer Thomas Nørgaard zum „Nordschleswiger“.

Für den sechsfachen tschechischen Meister war es die Generalprobe für den vorletzten Spieltag der Europa League in einer Woche gegen den FC Porto. Der 14. der Europa-League-Tabelle kann gegen den FC Porto den Einzug in die K.-o.-Runde sichern und war im letzten Test die stärkere Mannschaft gegenüber einem Sønderjyske-Team, das erst seit zehn Tagen wieder im Training ist und erst am 8. Februar wieder um Punkte spielt.

Thomas Nørgaard bot für jede Halbzeit eine gut gemischte Mannschaft auf, bis auf die 73 Minuten für Maxime Soulas absolvierte kein Spieler mehr als 45 Minuten.

Ausgleichschance für Agger

Nach einem dominanten Auftritt der Tschechen in der ersten Halbzeit und einem 0:2-Pausenrückstand kamen die Sønderjyske-Kicker nach dem Seitenwechsel besser ins Spiel und durch Mads Agger zum Ausgleich. Der Außenstürmer hatte frei vor dem gegnerischen Torwart auch die große Ausgleichschance, doch statt des möglichen 2:2 machten die Tschechen, die nach 65 Minuten viele Spieler wechselten, in der 89. Minute mit dem 3:1 den Sack zu. 

„Das war anfangs zu sehen, dass wir mit zwei gemischten Mannschaften spielten und Viktoria Plzen mit der Elf, die in der kommenden Woche gegen Porto spielt. Wir haben in der zweiten Halbzeit ein schönes Tor erzielt, sind zu einer großen Ausgleichschance gekommen und haben nur wenig Torchancen zugelassen. Einzig das späte Gegentor nach einem Standard irritiert mich“, so Thomas Nørgaard.

Sønderjyske hat noch keinen Gegner für das zweite Testspiel im Rahmen des Trainingslagers gefunden, nachdem gleich zwei polnische Mannschaften abgesprungen waren.

Zwei neue Gesichter

„Wir sind noch auf der Suche und erwarten auch, dass es klappt, ansonsten machen wir ein internes Testspiel“, sagt der Sønderjyske-Trainer.

Zwei neue Namen nehmen am Trainingslager von Sønderjyske in der Nähe von Alicante teil. Der ehemalige Nordsjælland-Torwart Andreas Gülstorff, der zuletzt bei FK Jerv in Norwegen spielte, wird getestet und könnte die Lücke schließen, die nach dem Abschied der Torhüter  Benicio Peña und Benjamin Rasmussen entstanden ist. 

Mit dabei ist auch Dalton Wilkins, der eigentlich bis Saisonende an Erstdivisionär Kolding IF ausgeliehen war. Die Leihe ist aber vorzeitig abgebrochen worden, nachdem er bei KIF nur zu zwei Einsätzen im September gekommen ist. Der 26-jährige Linksverteidiger aus Neuseeland kam im Januar 2024 von Kolding IF zu Sønderjyske und steht noch bis Mitte 2027 unter Vertrag.

 

Viktoria Plzen - Sønderjyske (2:0) 3:1

1:0 Christophe Kabongo (12.), 2:0 Lukáš Červ (23.), 2:1 Mads Agger (53.), 3:1 Daniel Vašulín (89.)

Sønderjyske: Nicolai Flø (46.: Marcus Bundgaard) - Tobias Klysner (46.: Simon Wæver), Maxime Soulas (73.: Victor Grønhøj Nissen), Pachanga Kristensen (46.: Magnus Jensen), Alberto Vogtmann (46.: Ebbe Duru) - Hoeg (46.: Sefer Emini), Kristall Mani Ingason (46.: Mohamed Cherif), Rasmus Vinderslev (46.: Andreas Oggesen) - Lirim Qamili (46.: Mads Agger), Matthew Hoppe (46.: Alexander Lyng), Olti Hyseni (46.: Albert Rrahmani).