Eishockey

Galbraith verlässt Vojens IK nach weniger als zwei Jahren

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Patrick Galbraith trat zum 1. Mai 2024 den Job des Geschäftsführers bei Vojens IK an.

Der langjährige Eishockey-Nationaltorwart hat seinen Job als General Manager von Vojens IK gekündigt, will aber dem Eishockeysport verbunden bleiben.

Eine große Eishockey-Karriere mit einem Jahrzehnt im Ausland, einer Olympia- und zehn Weltmeisterschaftsteilnahmen ging im Frühjahr 2024 zu Ende. Patrick Galbraith verließ die Eishockeywelt allerdings nicht und übernahm den Posten als Geschäftsführer („General Manager“) von Vojens Ishockey Klub (VIK), fand hier aber nicht sein Glück. Nach nur 17 Monaten im Amt hat der 39-jährige Woyenser gekündigt.

„Die Entscheidung ist mir nicht leichtgefallen, aber ich habe zunehmend das Bedürfnis verspürt, meine Energie ausgewogener zwischen meinem Familien- und Berufsleben zu verteilen. Ich möchte zu Hause präsenter sein und gleichzeitig Raum und Energie für die Weiterentwicklung meines Unternehmens haben“, sagt Patrick Galbraith, der nebenher auch Extraausstattung für Eishockey-Torhüter produziert.

„Ich habe ein Produkt entwickelt, das an der Torwartkelle montiert wird, um den Finger des Torhüters zu beschützen. Ich habe Kunden in ganz Europa, in Japan und Südkorea, aber es hat noch nicht das Volumen, das es haben kann. Ich habe weitere Ideen, aber es ist nicht möglich gewesen, das mit meinem VIK-Job zu kombinieren“, so der langjährige Nationaltorwart zum „Nordschleswiger“.

Patrick Galbraith beendete 2024 bei Sønderjyske seine lange Karriere.

Der Job bei Vojens IK, der Talentschmiede von Sønderjyske, hatte bislang Vorrang für den 39-Jährigen, der ein Bachelorstudium Sportmanagement abgeschlossen hat. Eine Zukunft als Sportchef einer Liga-Mannschaft oder auch in der Spielerberaterbranche wäre naheliegend.

Galbraith hat VIK maßgeblich geprägt

„Zum jetzigen Zeitpunkt weiß ich nicht, ob das eine Möglichkeit wäre, und ich habe mir auch nicht so viele Gedanken darüber gemacht, welche Möglichkeiten es sonst im Eishockeysport gibt, aber es ist spannend, in der Eishockeywelt zu arbeiten. Die beratende Funktion ist interessant und die Rekrutierung und Aktivierung von neuen Eishockeyspielern ebenso. Das ist eine wertvolle Erfahrung, die ich gemacht habe und im Rucksack mitnehmen werde“, so Galbraith.

Er und auch der Klub legen Wert darauf, dass die Trennung völlig undramatisch sei. Und Galbraith wird auch bis zum Jahresende seinen Job ausüben.

„Patrick hat VIK während seiner Zeit als General Manager maßgeblich geprägt. Er hat eine anspruchsvolle Aufgabe mit großem Engagement bewältigt, den Alltag strukturiert und war eine zentrale Figur im Dialog mit Mitgliedern, Trainern, Eltern und Partnern. Wir haben vollstes Verständnis dafür, dass Patrick nun eine andere Richtung einschlagen möchte, und wünschen ihm alles Gute für die weitere Entwicklung seines Unternehmens. Er wird immer Teil der VIK-Familie sein“, so VIK-Vorstandsvorsitzender Brian Ahrenkiel.