Eishockey

Drugge redet Klartext: „Haben wir überhaupt Lust zu gewinnen?“

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Oskar Drugge fand nach der Niederlage in Herlev deutliche Worte.

Nach der 2:5-Niederlage in Herlev platzte dem Sønderjyske-Verteidiger der Kragen. Der erfahrene Schwede sprach von peinlichen Gegentoren und von einem verschenkten Sieg.

Die Eishockeyspieler von Sønderjyske haben es wieder einmal nicht geschafft, zwei Spiele hintereinander zu gewinnen. Der dänische Meister von 2024 führte beim Tabellenzweiten in Herlev nach der ersten Hälfte des Spiels zwar mit 2:1, gab aber die Begegnung aus der Hand und musste mit einer 2:5-Niederlage die Heimreise antreten.

Unmittelbar nach Spielende war der Frust nicht zuletzt bei Oskar Drugge groß. Dem schwedischen Verteidiger platzte am Mikrofon von „jfm play“ der Kragen.

„Wir haben ein gutes erstes Drittel und ein sehr gutes zweites Drittel gespielt, bis etwa sechs Minuten vor Ende, und dann stellte sich die Frage: Haben wir überhaupt Lust zu gewinnen? Wir haben peinliche Gegentore zugelassen“, sagte ein aufgebrachter Oskar Drugge: „Wir haben ein gutes Spiel gemacht, waren die klar bessere Mannschaft und hatten die Chance, ein drittes und viertes Tor nachzulegen, doch dann schien es, als wollten wir das Spiel nicht gewinnen. Warum haben wir aufgehört, Eishockey zu spielen? Wir haben Herlev den Sieg geschenkt.“

Frustrierend mitanzusehen

Mathias Kløve und Matt Kopperud vergaben nach dem Führungstreffer zwei dicke Möglichkeiten, den Vorsprung auszubauen, Sønderjyske kassierte stattdessen aber den 2:2-Ausgleich und verlor das Momentum.

„Wir haben 35 richtig gute Minuten gespielt und die Begegnung kontrolliert, haben aber das Momentum verloren. Das war frustrierend mitanzusehen“, sagt Sønderjyske-Trainer Casper Stockfisch zum „Nordschleswiger“: „Wir haben dem Gegner die Initiative überlassen und uns selbst in dumme Situationen gebracht. Wenn wir einen Fehler gemacht haben, folgte der zweite Fehler gleich darauf.“

Der Sønderjyske-Trainer nahm nach dem vierten Gegentreffer innerhalb von 13 Minuten Torwart Mattias Pettersson vom Eis. Der Schwede hatte nicht seinen besten Tag erwischt.

 

Herlev Eagles – Sønderjyske (1:1,2:1,2:0) 5:2

1:0 Oliver True (5:49), 1:1 Matt Kopperud (16:43/Ass.: Nikolaj Krag-Christensen), 1:2 Jonas Borring (28:00), 2:2 Brock Bremer (32:16), 3:2 Daniel Pedersen (37:31), 4:2 Matthias Asperup (40:49), 5:2 Matthias Asperup (45:08).

Zeitstrafen: Herlev 1 × 2 – Sønderjyske 4 × 2 Minuten. Schiedsrichter: Thomas Buchardt Andersen/Jens Christian Gregersen. Zuschauerinnen und Zuschauer: 1.740.