Fussball

Das Ende einer beeindruckenden Funktionärskarriere

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Neben seinen DBU-Ämtern gehörte Bent Clausen auch dem Vorstand von „Danmarks Idræts-Forbund“ an.

Der Haderslebener Bent Clausen war ein Jahrzehnt lang zweiter Vorsitzender des dänischen Fußballverbandes und fast zwei Jahrzehnte lang Vorsitzender von „DBU Jylland“. Jetzt hat der 66-Jährige sein letztes Amt abgegeben.

Mit stehenden Ovationen wurde Bent Clausen am Wochenende bei der Vertretertagung des mitgliederstärksten Regionalverbandes des dänischen Fußballverbandes verabschiedet. Nach 17 Jahren als Vorsitzender von „DBU Jylland“ verzichtete der Haderslebener auf eine Kandidatur und gab sein Amt an Ole Ladefoged ab.

„Bent, du warst wie kaum ein anderer der Verfechter des Ehrenamts. Du hast dich sowohl auf der großen, strategischen Ebene eingesetzt, aber in hohem Maße auch ganz nah und lokal engagiert“, sagte der Sonderburger Hans Natorp, Vorsitzender von „Danmarks Idræts-Forbund“ (DIF) und sprach seinem nordschleswigschen Landsmann in seiner Dankesrede große Anerkennung aus.

Seit 1994 Vorstandsarbeit bei DBU

Bent Clausen war nicht nur 17 Jahre lang Vorsitzender von „DBU Jylland“, sondern auch zehn Jahre lang zweiter Vorsitzender des dänischen Fußballverbandes (DBU). Diesen Posten musste er im Februar 2025 abgeben. Darüber hinaus war er auch Vorstandsmitglied von Danmarks Idræts-Forbund (DIF) und hat den dänischen Fußball im UEFA-Kontext vertreten.

Der 66-jährige Haderslebener war aber in erster Linie die Stimme des Breitenfußballs, der ihm besonders am Herzen liegt.

„Der Breitenfußball interessiert mich besonders. Ich habe mich als Sprachrohr des Breitenfußballs gesehen und habe immer gesagt, dass wir auch den Spielern Platz bieten müssen, die den Ball nicht immer richtig treffen“, sagt Bent Clausen zum „Nordschleswiger“.

Höhepunkt hat es in seiner langen Tätigkeit viele gegeben, aber auf eine Entscheidung ist er weiterhin stolz: Die Einführung der landesweiten Fußballschule.

Fokus aufs Ehrenamt

„Wir haben 1992 die ,DBU Fodboldskole' beschlossen und waren überwältigt, dass sich gleich im ersten Jahr 7.100 angemeldet haben. Das ist ein großer Erfolg geworden, und darauf bin ich stolz. Ich freue mich auch, dass es uns gelungen ist, das Fokus aufs Ehrenamt zu richten, denn das Ehrenamt ist das Fundament, auf dem der dänische Fußball steht. Es ist so wichtig, tüchtige Trainerinnen und Trainer zu haben“, meint der Haderslebener.

Seit 1994 gehörte er dem Vorstand von „DBU Jylland“ an, im November teilte er mit, dass er nicht mehr für den Vorsitz kandidieren werde.

„DBU Jylland steht aktuell sehr gut da, das Aktivitätsniveau und die Anzahl der Fußballspielerinnen und Fußballspieler sind auf einem historischen Höchststand, und wir verfolgen eine neue, vielversprechende Strategie. Daher bin ich überzeugt, dass es an der Zeit ist, die Position an neue Kräfte zu übergeben, damit DBU Jylland seine positive Entwicklung zum Wohle unserer Mitgliedsvereine fortsetzen kann“, sagt Bent Clausen

Ehrenamtliches Engagement mit 16 Jahren

Im Alter von 16 Jahren begann Bent Clausen seine ehrenamtliche Tätigkeit beim HFK (Haderslev Fodboldklub) als Trainer. Später wurde er hier Vorstandsmitglied und auch Vorsitzender.

Nach dem Ende seiner beeindruckenden Funktionärskarriere auf landesweiter Ebene wird er sich wieder verstärkt beim HFK einbringen können, aber auch bei „Vision 2030“, einer im Haderslebener Idrætscenter beheimateten Organisation, die sich gemeinsam mit „Talentcenter Haderslev“ um bessere Bedingungen für das Sport- und Kulturleben in der Kommune Hadersleben bemüht.

„Ich werde mich als Ehrenamtlicher beim HFK anbieten. Wir werden sehen, ob die mich überhaupt gebrauchen können“, so Bent Clausen mit einem Lachen.