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Abgang von Ingason wird bei Sønderjyske intern kompensiert

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Kristall Mani Ingason ist für knapp elf Millionen Kronen nach Norwegen verkauft worden.

Der Wechsel des Isländers spült einen zweistelligen Millionenbetrag in die Kasse der Hellblauen, die aber keine Neuverpflichtung im Visier haben, um das Loch nach dem treffsichersten Torschützen zu stopfen. Sportchef Daather schließt weitere Verkäufe nicht aus, will aber von einem Ausverkauf nichts hören.

Fußball-Superligist Sønderjyske hat den Wechsel von Kristall Mani Ingason zum norwegischen Erstligisten Brann Bergen bestätigt und spricht von einer der höchsten Transfersummen der Vereinsgeschichte. Nach Informationen des „Nordschleswigers“ streicht der Tabellenvierte der Superliga knapp elf Millionen Kronen ein.

„Der Transfer ist nicht mit dem von Alexander Bah vergleichbar. Es ist seitdem auf dem Transfermarkt viel passiert, aber es ist ein Zeichen, dass unsere Fußballspieler Geld kosten“, sagt Sønderjyske-Sportchef Casper Daather zum „Nordschleswiger“.

Spannende Typen im Kader

Eine Neuverpflichtung, um das Loch nach dem erfolgreichsten Torschützen der laufenden Saison zu stopfen, wird es nicht geben. Der Abgang des 24-jährigen Isländers wird intern kompensiert.

„Ich denke, dass kein Klub in Dänemark einen Leistungsträger verkaufen und sofort eins zu eins ersetzen kann, aber wir haben in unserem Kader spannende Typen, die nicht dasselbe können wie Kristall Mani Ingason, aber dafür etwas anderes, und diese Qualitäten müssen wir schnellstmöglich einbringen“, meint Daather, ohne Namen der Spieler nennen zu wollen, die in die Fußstapfen von Kristall Mani Ingason treten könnten.

Dies könnten aber jüngere Spieler wie Mohamed Cherif oder Alexander Lyng sein.

Kein Ausverkauf

Der Sportchef will nicht ausschließen, dass es in diesem Wintertransferfenster noch weitere Verkäufe geben könnte.

„Ich hoffe doch, dass es weitere Verkäufe geben wird. Das hoffe ich für uns und auch für die Spieler, die den nächsten Schritt in ihrer Karriere machen können. Das richtige Angebot zur rechten Zeit, dann wird es weitere Verkäufe geben, aber einen Ausverkauf wird es nicht geben. Davon kann keine Rede sein“, unterstreicht Daather, der hofft, dass es weitere Fälle wie den von Kristall Mani Ingason geben wird. 

Das ehemalige FCK-Talent kam im Sommer 2023 zu Sønderjyske.

„Kristall Mani Ingason ist ein Paradebeispiel für die Entwicklung, für die wir bei Sønderjyske Fodbold stehen. Sein Talent war unumstritten, als er zu uns kam, doch ihm fehlte das gewisse Etwas, um den Durchbruch im Profibereich zu schaffen. Diesen Schritt hat er bei uns gemacht. Er hat sich zu einer wichtigen Stütze in der Offensive entwickelt und insbesondere im Herbst mit zahlreichen Torbeteiligungen in der Superliga überzeugt. Nun ist es an der Zeit für ihn, den nächsten Schritt zu machen“, meint der Sønderjyske-Sportchef.