Infrastrukturprojekt

Mehr deutsche Fluggäste nutzen Sonderburger Flughafen

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Die schwarzen Propellermaschinen von Alsie Express fliegen zwischen Kopenhagen und Sonderburg im Linienbetrieb hin und her, hier zu sehen ist die Landebahn in Sonderburg.

Immer mehr Fluggäste aus Norddeutschland nutzen den Flughafen Sonderburg als nahegelegenen Startpunkt für Urlaubs- und Geschäftsreisen. Seit 2023 wächst die Zahl der Passagierinnen und Passagiere am Flughafen um 31 Prozent, wobei vor allem der starke Zuwachs deutscher Reisender die Entwicklung prägt.

Der Flughafen Sonderburg verzeichnet seit 2023 ein deutliches Wachstum bei den Fluggästen aus Deutschland. Besonders viele norddeutsche Reisende nutzen den Flughafen zunehmend als Startpunkt für Urlaubs- und Geschäftsreisen. 

Seit 2023 erhöhte sich die Gesamtzahl der Nutzerinnen und Nutzer am Flughafen Sonderburg um 31 Prozent. Im Jahr 2025 stieg die Zahl der Reisenden im Vergleich zum Vorjahr um 11 Prozent. 

Im Jahr 2025 nutzten 64.521 Personen den Flughafen, nach 58.142 im Jahr 2024. Auch im Dezember 2025 wuchs das Passagieraufkommen im Vergleich zum Dezember 2024 um 6,5 Prozent. 

Vom Flughafen Sonderburg starteten 2025 Charterflüge unter anderem nach Sizilien, Montenegro, Malaga, Napoli, Verona, Edinburgh sowie zu Zielen in Österreich, nach Madeira und nach Barcelona und Olbia. Insgesamt bot der Flughafen in der Saison mehr als 17 Charterziele in Europa an.

Mehr deutsche Reisende

Die Zahl der deutschen Fluggäste stieg dabei kontinuierlich und trug zum Gesamtwachstum des Flughafens bei. Vor allem Reisende aus Norddeutschland entscheiden sich verstärkt für Abflüge ab Sonderburg, sagt Flughafendirektor Jákup Sverri Kass.

„Der Zuwachs geht in erster Linie auf eine erhöhte Passagierzahl zwischen Sonderburg und Kopenhagen, mehr Charterreisende sowie eine steigende Zahl norddeutscher Fluggäste zurück.“

Der Flughafenchef führt den Zuwachs unter anderem auf das größere Freizeitangebot in Sonderburg und im Süden Dänemarks zurück. Zusätzlich reisen mehr Geschäftsleute aus Deutschland über die Landebahn am Alsensund (Alssund) an und ab. 

Jákup Sverri Kass führt aus: „Den Zahlen zufolge stieg der Anteil deutscher Fluggäste am Gesamtaufkommen in der Flughafenstatistik von drei auf sechs Prozent. Das lag teilweise daran, dass vor allem norddeutsche Reisende lieber mit Neubauer Touristik ab Sonderburg in den Süden flogen, statt ab Hamburg zu starten. Viele von ihnen entschieden sich für Sonderburg, weil sie von dort aus deutlich schneller hin- und zurückreisten als über den Flughafen Hamburg. Außerdem spielte die kostenlose Parkmöglichkeit am Flughafen eine Rolle.“

Bedeutung der Kopenhagen-Verbindung

Jákup Sverri Kass leitet den Flughafen Sonderburg seit dem 15. Januar 2024.

Die Verbindung zwischen Sonderburg und Kopenhagen bildet nach Aussage des Flughafenchefs weiterhin das Rückgrat des Flugbetriebs. Der Flughafen bietet Abflüge an allen Wochentagen und bis zu vier täglichen Verbindungen an Werktagen. 

Auch an Wochenenden starten ein- bis zweimal täglich Maschinen nach Kopenhagen. Diese Dichte an Verbindungen nutzen sowohl Urlaubsreisende als auch Geschäftsleute aus der Region und aus Norddeutschland. 

Dabei spiele auch der Ferienpark „Center Parcs Nordborg Resort“ eine Rolle, der zusätzliche Gäste in die Region zieht. Parallel dazu steigt die Zahl der Geschäftsreisenden, die Sonderburg als An- und Abreisepunkt nutzen. 

„Es stellt keine Überraschung dar, dass die getätigten Investitionen in die Tourismusentwicklung, die Eröffnung des Center Parcs Nordborg Resort und die wachsende Zahl an Geschäftsreisenden zu unserem Wachstum beitragen“, so Jákup Sverri Kass.

Blick auf 2026 und Modernisierung

Für 2026 rechnet der Flughafen wegen weniger direkter Charterabflüge mit einem herausfordernden Jahr. Gleichzeitig erwartet die Flughafenleitung weiteres Wachstum auf der Strecke zwischen Sonderburg und Kopenhagen. 

Parallel zum Verkehrsausbau modernisiert der Flughafen seine Infrastruktur. Ein zentrales Projekt stellt das erste digitale Kontrollturm-System im dänischen Reichsverbund dar, das der Flughafen in Kürze in Betrieb nimmt. Geplant ist eine Inbetriebnahme für Februar oder März. 

„Gemeinsam mit SAAB und dänischen Zulieferern freut sich das Team sehr auf den Wechsel vom bisherigen klassischen Tower zu einem hochmodernen digitalen Tower“, so Jákup Sverri Kass. Die Luftfahrtbehörde sei in diesem Prozess als wichtiger Partner dabei, „und das gesamte Team blickt der offiziellen Eröffnung mit großer Freude entgegen“.