Rettungseinsatz

Zugunglück in Nordschleswig – eine Person tot, mehrere Verletzte

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Rettungskräfte und Polizei sichern die Unfallstelle südlich von Behrendorf (Bjerndrup), wo ein Zug mit einem Gülle-Transporter kollidierte und entgleiste.

Zwischen Klipleff und Tingleff ist am Freitagnachmittag ein Zug entgleist. Eine Person kam ums Leben, mehrere weitere wurden verletzt. Die Strecke ist derzeit gesperrt. Rettungskräfte, darunter auch zwei Notarzt-Hubschrauber, waren mit großem Aufgebot im Einsatz.

Am Freitagnachmittag kam es auf der Strecke zwischen Klipleff (Kliplev) und Tingleff (Tinglev) zu einem schweren Zugunglück. Laut der Dänischen Staatsbahn (DSB) befand sich der InterCityLyn 951 auf dem Weg nach Sonderburg (Sønderborg) mit rund 95 Personen an Bord.

Die Entgleisung geschah an einem Bahnübergang ohne Schranken. Nach Angaben der Polizei war ein landwirtschaftliches Fahrzeug in den Unfall verwickelt. Ermittler prüfen nun, ob an der Stelle weitere Warnsignale – etwa Glocken oder Lichtzeichen – vorhanden waren und ob diese funktioniert haben. Ob die verstorbene Person im Zug oder im Fahrzeug saß, ist noch unklar. Die Angehörigen wurden bereits informiert.

Mehrere Verletzte

Zwei Menschen mussten mit Notarzt-Hubschraubern in Kliniken geflogen werden, mehrere weitere erlitten Verletzungen. Die Polizei für Südjütland und Nordschleswig bittet alle, den Unfallort nicht zu betreten, um die Ermittlungs- und Aufräumarbeiten nicht zu behindern: „Wir brauchen Ruhe am Einsatzort, Unbeteiligte sollen sich fernhalten.“

Krisenhotline und Sammelzentrum

Für Angehörige hat DSB in Zusammenarbeit mit Falck Healthcare ein Krisentelefon eingerichtet: 70 24 45 14. Zudem gibt es ein Sammelzentrum für Betroffene am Bjerndrupvej 11 in Apenrade (Aabenraa).

Streckensperrung und Notfallmanagement

Für den Rest des Wochenendes fahren auf der Strecke Tingleff–Sonderburg keine Züge, teilt die DSB auf „X“ mit. Stattdessen werden Busse als Ersatz dienen. Der betroffene InterCityLyn 951 hätte planmäßig um 17.13 Uhr in Sonderburg eintreffen sollen.

Die Städte Apenrade, Hadersleben (Haderslev) und Tondern (Tønder) haben ein gemeinsames Krisenmanagement aktiviert. Apenrades Bürgermeister Jan Riber Jakobsen erklärt, dass die Behörden bereitstehen, um Betroffene mit Unterkunft und Unterstützung zu versorgen.

Nicht der erste Unfall bei Klipleff

Laut „tvSyd“ liegt der Unfallort nicht an derselben Stelle wie bei einer Kollision zwischen einem Lieferwagen und einem Zug im Juli nahe Klipleff, bei der ein 24-jähriger Mann starb.

Das ist bisher über das Zugunglück bekannt: