Kommunalwahl 2025

Venstre hält trotz Rückgang den Vorsitz im Regionsrat

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Bo Libergren ist seit 2023 Vorsitzender des Regionsrates.

Bo Libergren kann als Vorsitzender der Region Süddänemark weitermachen. Er hat das Amt von Stephanie Lose übernommen, als sie in die Regierung wechselte.

Bo Libergren von Venstre bleibt Vorsitzender des Regionsrats in der Region Süddänemark. Nach langen nächtlichen Verhandlungen konnte er sämtliche 31 Regionsratsmitglieder hinter sich vereinen.

Venstre ist trotz eines deutlichen Rückgangs weiterhin die stärkste Partei in der Region.

Die Partei hat 14,1 Prozentpunkte verloren und bei der Wahl am Dienstag 25,1 Prozent der Stimmen erhalten.

Erfolg für SF und DF

Auch die Sozialdemokratie verliert leicht und wird mit 22,8 Prozent der Stimmen zweitstärkste Kraft.

Während die beiden großen Parteien Stimmen einbüßen, legen sowohl die Sozialistische Volkspartei (SF) als auch die Dänische Volkspartei (DF) um 3,4 und 6,8 Prozentpunkte zu.

Die Dänemarkdemokraten erhalten bei ihrer ersten Regionalwahl 6,4 Prozent der Stimmen.

Lose als Stimmfängerin

Bo Libergren übernahm das Amt des Regionsratsvorsitzenden 2023 von Stephanie Lose, als sie Wirtschaftsministerin wurde.

Venstre stellt den Vorsitz in der Region Süddänemark, seit die Regionen 2007 geschaffen wurden. Bo Libergren sitzt ebenfalls seit dieser Zeit im Regionsrat. Außerdem war er von 2014 bis 2017 Mitglied des Stadtrats in Odense.

Stephanie Lose war von 2015 bis 2023 Vorsitzende der Region Süddänemark.

Als Vorsitzende war sie eine große Stimmenfängerin – bei der Wahl 2021 erhielt sie über 147.000 persönliche Stimmen. Das waren um ein Vielfaches mehr als Mette With Hagensen von der Sozialdemokratie, die die zweitmeisten Stimmen bekam.

DF-Politiker Peter Kofod strebte Vorsitz an

Auch in diesem Jahr versuchte die Sozialdemokratin – wie schon 2021 – den Vorsitz zu gewinnen.

Die Dänische Volkspartei, die am Dienstag 11,1 Prozent der Stimmen erhielt, trat mit dem Folketingsmitglied Peter Kofod aus Woyens (Vojens) als Spitzenkandidat an.

Auch er hatte vor der Wahl erklärt, dass er gerne Vorsitzender werden möchte, insofern die Mandate dafür ausreichen.