Kultur

Zwischen Wattenmeer, Waldflair und Weltmusik: Tønder Festival startet durch

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Der Aufbau auf dem Festivalplatz läuft auf Hochtouren.

Die Festivalstadt in Tondern erwacht zum Leben: Mit Liebe zum Detail, neuen Angeboten, Gemeinschaft und einem neuen Gastro-Konzept. Wer noch keine Tickets für das Tønder Festival hat, sollte sich sputen.

Schwere Maschinen und kleinere Modelle fahren über den Platz. Junge Helferinnen friemeln geduldig eine Lichterkette auseinander. Sitzklötze werden platziert, Farbe und Pinsel sind im Einsatz. Der Aufbau der Festivalstadt in der Stadt an der Wiedau läuft auf Hochtouren.

Auf dem Platz wird an einigen Stellschrauben zwecks Neuheiten gedreht. „Für das Publikum optimieren wir die Verhältnisse in der Wattenmeerabteilung, die unser Kernbereich für die heimische Region ist“, erzählt der Platzchef René Terp.

Die beliebte und sandreiche Anlaufstelle für Groß und Klein vermittelt den Gästen einen authentischen Eindruck der einzigartigen Wattenmeerlandschaft, die die Region um Tondern prägt. Dort warten außer dem bekannten Leuchtturm und dem Fischkutter neue Elemente und mehr Sitzgelegenheiten.

Der Nationalpark Wattenmeer lädt erneut zu spannenden Aktivitäten und Geschichten über das Leben im und um das Wattenmeer ein.

Noch mehr Ruhepole im Wald

Wenn die Gäste ab Mittwoch, 27. August, 12 Uhr, eintreten, gehört auch das natürliche grüne Flair im Nyholm Skov erneut zum Angebot. Im vergangenen Jahr wurde der Festivalbereich um die Anlaufstelle im Grünen erweitert.

Das etwa 400 Quadratmeter große Waldstück südlich des Open-Air-Bereichs begeisterte vor zwölf Monaten die Festivalgäste. In diesem Jahr bietet der Rückzugsort wieder außer viel Atmosphäre noch mehr Sitzplätze, wie Terp erläutert. Waldbesitzer Robert Okholm stellt dem Festival die Oase unter freiem Himmel zur Verfügung.

Neues kulinarisches Angebot

Im Wald Nyholm gesellen sich weitere Sitzplätze dazu (Archivfoto).

Mit „Snas & Sans” im großen Essenszelt (dem bisherigen FUTS) gibt es ein neues gastronomisches Angebot. Der Name „Snas & Sans“ spielt auf „snas“ als etwas Kleines/Feines und „sans“ im Sinne von sinnlichen Eindrücken an – als Einladung, sowohl Geschmack als auch Atmosphäre zu genießen.

Das neue Essensangebot umfasst neapolitanisch inspirierte Sauerteigpizzen, griechische Spezialitäten, Poké Bowls und knusprige Sandwiches sowie Schokoladen und süße Leckereien von verschiedenen Anbieterinnen und Anbietern.

Es gibt auch die Möglichkeit, zwischen Gaumenfreuden und Musik sportlich aktiv zu sein. Die nordschleswigsche Disziplin, sich mit einem Stab über Wasser zu schwingen, ist diesmal vom Campingplatz auf den Festivalplatz verlagert worden. Ein Vorstoß, der auf die Eventgruppe des Festivals zurückzuführen ist, wie Terp erzählt.

Vorbereitungen für das neue gastronomische Angebot

Tageskarten für Freitag sind weg

Der Wattenmeerbereich rüstet sich für den Ansturm
Der Wattenmeerbereich mit dem Sand von Röm (Rømø) übt Anziehungskraft aus (Archivfoto).

Nicht nur der Countdown läuft, sondern auch der Verkauf der Tickets flutscht. „Der Kartenverkauf läuft schnell und das Interesse für das Festival ist groß. Die Tageskarten für Freitag sind ausverkauft“, teilt die Direktorin des Festivals, Kristina Lehmann Schjøtt mit.

Schjøtt erwartet, dass die Tageskarten für Sonnabend vor dem Festivalstart ebenfalls ausverkauft sein werden. Zudem gebe es nur wenige Dauerkarten für alle vier Tage.

„Die große Rückendeckung ist überwältigend. Die Tatsache, dass wir bereits jetzt in einigen Kategorien ausverkauft haben, zeigt, wie stark das Tønder Festival ist und wie groß der Wunsch ist, Teil der Gemeinschaft zu sein“, freut sich die Direktorin.

Auch bei den gesponserten Tickets für den Netzwerkbereich sind mehrere Kategorien bereits vergriffen.

Bei der 51. Ausgabe des Tønder Festivals sorgen mehr als 3.000 Freiwillige vor, während und nach dem Event hinter und vor den Kulissen für reibungslose Abläufe. Das von der musikalischen Leiterin Maria Theessink zusammengestellte Programm umfasst über 110 Konzerte auf acht Bühnen.