Nachruf

Musste aufgeben: Karen Linow starb im Kreise der Familie

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Karen Madsen Linow (r.) mit ihrer Mutter Cathrine Kühnell (103)

Karen Madsen Linow ist tot. Am vorletzten Tag des Jahres schlief die an Krebs erkrankte frühere Stadtratspolitikerin ein. Die Familie wird am Dienstag, 6. Januar, 12 Uhr, von der Christianskirche aus von ihr Abschied nehmen.

Dienstag, 6. Januar, wird ein schwerer Tag für die Familie der früheren Stadtratspolitikerin Karen Linow (76). Um 12 Uhr wird die aufgrund einer Krebserkrankung verstorbene Politikerin von der Christianskirche aus beigesetzt.

Karen Linow war ein sehr extrovertierter Mensch. Sie war schlagfertig und hatte immer eine frische Bemerkung. Sie schätzte Menschen um sich und gesellige Anlässe.

Ihre drei Kinder Charlotte Rosenborg Eriksen, Thomas Müller Linow und Klaus Alexander Linow schreiben in einem Brief an Familie und Freunde:

„Unsere Mutter starb um 16.14 Uhr am Dienstag, dem 30. Dezember 2025, nach dem stärksten, klarsten und tapfersten Kampf gegen ihren Rückfall in den Krebs. Auf dem Weg zu ihrem Vater nahm sie Abschied, umringt von ihrer nächsten Familie. Es war schön, friedlich und völlig ohne Schmerzen – würdevoll in einem glänzenden Sonnenuntergang über dem Alsensund. Ihre weiße Amaryllis blühte zur selben Stunde im Wohnzimmerfenster und richtete ihre Blütenblätter auf sie. Wir trauern über den Verlust der schönsten, liebevollsten und fürsorglichsten Mutter, die wir uns hätten wünschen können.“

Wechselte Parteien

Karen Linow saß im Stadtrat der alten Gemeinde Sonderburg von 1998 bis 2002 – gewählt für die Fortschrittspartei (Fremskridtspartiet), wechselte aber schnell zu Venstre (Liberale Partei). Damit half sie, die Mehrheit hinter dem Venstre-Mann A.P. Hansen als Bürgermeister zu sichern. Karen Linow entschied sich jedoch am Ende der Amtszeit, die Venstre aus Enttäuschung über eine schlechte Platzierung auf der Kandidatenliste zu verlassen. Sie saß im einflussreichen Wirtschaftsausschuss und im Kulturausschuss – und war Vorsitzende des Kinder- und Jugendausschusses. Das Leben von Kindern und Jugendlichen war ihr großes politisches Interessengebiet.

Von 2010 bis 2014 saß sie im Stadtrat der neuen Großgemeinde für die überparteiliche Liste Fælleslisten, die sie ebenfalls am Ende der Amtszeit verließ und Parteilose wurde. Bei der Kommunalwahl 2013 war sie Spitzenkandidatin für die Alssundlisten, wurde aber nicht gewählt.

Viele werden Karen Linow vielleicht aus dem Handelsleben kennen, wo sie viele Jahre arbeitete – in den 1970er- und 80er-Jahren für das Geschäft Thyssen und Jacobsen.

In den 1990er-Jahren betrieb sie das Elstrup Møllecafé – das Café war ein Herzensprojekt und ein stolzes Vorhaben für sie. Im selben Jahrzehnt arbeitete sie auch beim Bekleidungskonzern Møller & Co.

Andere werden Karen Linow vielleicht von Jutta Sko, Mr. Andersen, Skogalleriet und Kaffe als Verkaufsassistentin kennen. Später war sie bis zur Pensionierung auch viele Jahre bei Idémøbler.

Karen Linow in jungen Jahren