LAKOLK

„Ich juble da wirklich“ – ein Hotelgegner atmet auf

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Die geplante Lage des Badehotels hatte für viele kritische Stimmen gesorgt.

Das umstrittene Hotelprojekt auf Röm ist vorerst vom Tisch: Das Kaufangebot wurde zurückgezogen. Während viele Einheimische wie Jørn Vestergaard aufatmen, sehen andere darin eine verpasste Chance für den Tourismus.

„Ich juble da wirklich, dass das Badehotel nicht realisiert wird“, sagt Jørn Vestergaard. Am Dienstagabend wurde bekannt, dass die Hamburger Kette Heimathafen Hotels ihr Kaufangebot zurückzieht und vorerst von einem Bau auf der Insel Röm absieht.

Der 79-jährige Tonderaner besitzt ein Ferienhaus in Lakolk und kann der Absage des Bauprojekts hauptsächlich Positives abgewinnen. „Es werden hier ohnehin zu viele Häuser gebaut.“ Die Passage nach Lakolk sei viel zu eng und Havneby doch auch ein möglicher Ort für ein Hotel, überlegt Vestergaard.

Mit seiner Freude über diese Entscheidung ist Vestergaard nicht allein – im Gegenteil. Viele Stimmen äußerten sich in sozialen Netzwerken wie Facebook bereits positiv über die Kehrtwende.

Eine verpasste Chance?

Doch es gibt auch Stimmen, die das Thema aus einem anderen Blickwinkel betrachten. Hans Sjursen von Marskdestilleriet sagt: „Wir denken, dass hier auf der Insel ein Hotel fehlt – wo und wie, ist uns aber egal.“

Auf die Insel kämen sehr viele Tagestouristinnen und -touristen. „Wenn sie dann aber spontan entscheiden, eine Nacht zu bleiben, können sie das nicht – einfach, weil hier ein Hotel fehlt. Und alles andere ist ja nicht kurzfristig buchbar.“

Ob die Leute noch am selben Tag wieder abreisen oder erst am nächsten, sollte doch keinen Unterschied machen, findet Sjursen: „Die Kommune profitiert doch dann auch von diesen Einnahmen. Dann ergibt es doch nur Sinn, die Besucher noch länger dazubehalten.“

Und doch – eine Frage stellt sich Sjursen genauso wie viele Kritikerinnen und Kritiker: Muss das Hotel wirklich nahezu in den Dünen liegen?