Kløften Festival

Ausnahmezustand: Bier fließt, der Bär steppt, Bässe beben

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Fuglsang vom Fass: Etwa 50.000 Liter Bier rinnen während der drei Festivaltage durch die Kehlen der Fans.

Wenn in Hadersleben die Kløften-Tage anbrechen, steht die Stadt kopf – und plötzlich sind die Widrigkeiten des Lebens Nebensache: Dann rocken die Fans im Kløften, in jenem Stadtpark, der dem Festival seinen Namen gab. Was macht das Kløften so besonders? Das offenbart ein Blick hinter die Kulissen einer eingeschworenen Gemeinschaft, die zusammen mehr stemmt als Getränkekisten.

Es ist Donnerstagabend, Kløften-Zeit! Im Festzelt steppt der Bär: Dort treffen sich jene, die das Musikevent der Region am Laufen halten und mit Sponsorships unterstützen.

„Ohne euch, kein Festival“, sagt die Vorsitzende Anette Kastbjerg.

Sponsoren und Freiwillige in Partylaune

Es regnete – wieder einmal – zum Auftakt des Kløften Festivals am Donnerstagabend. Hier empfängt Bent Nitz vom Förderverein die tropfnassen Gäste zum Sponsorenempfang im großen Festzelt in der Wohnsiedlung „Lille Amalienborg“.

72 Prozent der Sponsorinnen und Sponsoren lassen es sich nicht nehmen und erscheinen persönlich zum Auftakt des Festivals, wenn das Kløftenteam und der Förderverein zum Umtrunk einladen – und zum Menü von Schlachter Vollstedt.

158 Basissponsoren und 68 Großsponsoren weiß das Team hinter sich. Auf 600 Freiwillige kann es sich verlassen. Sie verlegen vier Kilometer Kabel und zapfen 50.000 Liter Bier. Das Festival ist eine logistische Meisterleistung.

Die Vorsitzende des Kløften Festivals, Anette Kastbjerg (rechts) im Gespräch mit Janni Moshage, die für den „Nordschleswiger“ das Musikevent in Bildern festhalten wird.

Drei Tage Ausnahmezustand

Bo Morthorst Rasmussen und Marie Skødt (beide Sozialdemokratie) im Gespräch mit Carsten Leth Schmidt von der Schleswigschen Partei

Für viele Menschen ist das dreitägige Kløften ein Muss. Seinen Sound haben sie mit der Muttermilch aufgesogen. Beim Kløften trifft sich Jung und Alt. Die Mittelalterstadt rockt bis in die letzte Gasse – und das hört man.

Das breit gefächerte Musikprogramm auf die Beine zu stellen, ist nicht ohne, wie Anette Kastbjerg am Rande des Trubels verrät: „Wir haben unsere Leute, die in ganz Dänemark Ausschau nach interessanten Bands halten.“

Für das leibliche Wohl der Gäste sorgte das Team von Schlachter Vollstedt.

Der Erfolg an der Kasse gibt der Frontfrau recht: „Noch nie waren unsere Eintrittskarten so schnell ausverkauft wie in diesem Jahr.“

Ausgelassene Stimmung zum Auftakt des Kløften