Verteidigung

Dänemark beschleunigt Aufbau seiner Elite-Brigade

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Der amtierende Verteidigungschef Michael Hyldgaard (l.) treibt die Modernisierung des dänischen Militärs voran. Darüber sprach er am Dienstag mit Verteidigungsminister Troels Lund Poulsen.

Die 1. Brigade des dänischen Heeres soll drei bis fünf Jahre früher einsatzbereit sein als ursprünglich vorgesehen. Möglich macht das eine milliardenschwere Aufstockung des Verteidigungshaushalts. Bis 2028 soll die Brigade zu einer voll kampffähigen Einheit mit 6.000 Soldatinnen und Soldaten ausgebaut werden, die Nato-Einsätze unterstützen kann.

Die Aufstellung der 1. Brigade des dänischen Heeres wird um mehrere Jahre vorgezogen. Ursprünglich sollte die Einheit erst 2032 die Nato-Anforderungen erfüllen. Das kündigte Verteidigungsminister Troels Lund Poulsen (Venstre) am Dienstag an. Damit setzt sich die langjährige Debatte um die Brigade fort, die bereits mehrfach verschoben wurde.

Strategiewechsel

Die 1. Brigade, auch als „hærens knytnæve“ bekannt, ist die größte militärische Einheit Dänemarks. Sie umfasst Soldatinnen und Soldaten, Panzer, Waffen und Fahrzeuge und kann innerhalb weniger Wochen eigenständig in den Krieg ziehen.

Ursprünglich war die Brigade als mittelschwere Einheit geplant, die 2023 einsatzbereit sein sollte. Doch Verzögerungen und steigende Kosten führten zu einem Strategiewechsel: Stattdessen wird nun eine schwere, voll kampffähige Brigade aufgebaut, die den Anforderungen der Nato gerecht wird.

Milliarden für die Beschleunigung

Die Entscheidung zur schnelleren Aufstellung ist eine der ersten Maßnahmen des amtierenden Verteidigungschefs Michael Hyldgaard. Sie wurde möglich, nachdem die Regierung zusätzliche 50 Milliarden Kronen für das Militärbudget in den Jahren 2025 und 2026 bereitgestellt hatte. Davon sollen 25 Milliarden noch in diesem Jahr investiert werden.

„Wir ziehen die Maßnahmen um drei bis fünf Jahre vor und erhöhen damit die Kampfbereitschaft der Brigade“, so Hyldgaard.

Neue Ausstattung und Pläne

Für die beschleunigte Aufstellung der Brigade werden bis 2033 rund 4,7 Milliarden Kronen veranschlagt. Bis 2028 soll die Brigade eine voll einsatzfähige Einheit mit 6.000 Soldatinnen und Soldaten werden, die Nato-Operationen unterstützen kann.