Tradition

Schafmarkt Hoyer: Wenige Freiwillige, viele Aufgaben

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Zwei Kinderkarussells wird es geben – jedoch kein Fahrgeschäft für ältere Besucherinnen und Besucher (Archivbild).

Die Zukunft des Hoyeraner Schafmarkts ist offen: Nur vier Ehrenamtliche stemmen die Organisation des beliebten Fests. In diesem Jahr müssen erste Programmpunkte bereits entfallen. Ob es 2026 weitergeht, hängt davon ab, ob der Bürgerverein Zuwachs bekommt.

„Zwischendurch haben wir wirklich die Lust verloren, weiterzumachen, und wollten die Vorbereitungen hinschmeißen“, sagt Margrethe Tygesen, Vorsitzende des Bürgervereins in Hoyer.

Vom 11. bis zum 14. September findet dort der alljährliche Schafmarkt statt – in diesem Jahr vielleicht zum letzten Mal, wie Tygesen sagt. Denn es fehlt an Freiwilligen, die bei der Organisation mithelfen.

Zwischen Frustration und Optimismus

„Wir sind nur vier Leute im Bürgerverein, und mit so wenigen sind all die Aufgaben, die zu erledigen sind, einfach nicht zu schaffen.“

Deshalb lasse es sich leider nicht vermeiden, im Vergleich zu den Vorjahren Abstriche zu machen. So wird es in diesem Jahr kein Fahrgeschäft für Jugendliche oder Erwachsene geben – für Kinder sind zwei Karussells organisiert worden.

„Es ist frustrierend. Ich bin seit zehn Jahren dabei, und wir haben so viel Energie und Kraft in dieses Fest gesteckt.“

Trotz allem versucht sie, positiv zu bleiben: „Ich werde in meiner Rede ansprechen, wie es um das Fest steht – und dass wir dringend Freiwillige brauchen, die bei der Organisation helfen.“

Denn das Fest ist bei Einheimischen sowie Besucherinnen und Besuchern sehr beliebt. Jedes Jahr kommen mehrere Hundert Menschen nach Hoyer – um Musik zu hören, beim Spanferkelessen dabei zu sein oder gemütlich über den Trödelmarkt zu schlendern.

In diesem Jahr gibt es sogar eine besondere Neuerung: Am Sonnabend und Sonntag können Besucherinnen und Besucher Suchhunde von Danmarks Civile Hundeførerforening (DCH) in Aktion erleben.

Marlis Zimmer und ihr Suchhund Maxi sind beim Schafmarkt dabei, um zu veranschaulichen, wie eine Suche abläuft (Archivfoto).

Ein Programmpunkt, der nach aktuellem Stand wohl keine Chance hat, zur Tradition zu werden.

„Vielleicht gibt es die eine oder andere Person, die sich dazu entschließt, mit anzupacken, wenn sie jetzt hört und sieht, dass es ernst ist“, hofft Tygesen. Damit es nach dem Wochenende heißen kann: „Wir sehen uns 2026!“