Haushalt

Staatsfinanzen: Dänemark im Plus – Deutschland im Minus

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16 von 27 EU-Staaten halten die 3-Prozent-Grenze für die Neuverschuldung ein.

Dänemark verzeichnete 2024 gemeinsam mit Zypern den größten Überschuss innerhalb der EU. Deutschlands Unterschuss liegt soeben innerhalb der Grenzen der Europäischen Wirtschafts- und Währungsunion (EWWU).

Dänemark verzeichnete 2024 erneut das größte Plus bei den Staatsfinanzen innerhalb der Europäischen Union. Das zeigen Zahlen von Danmarks Statistik. Der Überschuss (die EWWU-Bilanz) lag bei 133,3 Milliarden Kronen (17,9 Milliarden Euro). Das entspricht 4,5 Prozent des Bruttoinlandsprodukts (BIP).

Deutschland schreibt rote Zahlen. 2024 war die Bundesrepublik 118,8 Milliarden Euro (886,8 Milliarden Kronen) in den Miesen. Das entspricht 2,8 Prozent des BIP. Damit liegt die Nettoneuverschuldung in Deutschland so eben noch innerhalb der 3-Prozent-Grenze, die innerhalb der Europäischen Wirtschafts- und Währungsunion (EWWU) vereinbart worden ist.

In zehn Ländern ist das Minus größer als die 3 Prozent, während 16 der 27 EU-Staaten dieses Kriterium einhalten. Nur sechs verzeichnen ein Plus. Dänemark teilt sich den ersten Platz mit Zypern.

2022 und 2023 haben ebenfalls 16 Staaten das 3-Prozent-Kriterium eingehalten. Im Coronajahr 2020 war das lediglich in Dänemark der Fall.

Der Rat der Europäischen Union kann mit qualifizierter Mehrheit entscheiden, dass Staaten wirksame Maßnahmen zum Beseitigen des Defizits ergreifen. Neben der Neuverschuldung ist auch der gesamte Schuldenstand ein EU-Kriterium.