Deutsche Minderheit

Zukunftsgedanken im Fördetreff: Enger kooperieren oder gar fusionieren

Veröffentlicht Geändert
Wie kann und soll es im Sozialdienstverein Fördetreff weitergehen? Diese Frage soll auf der Jahreshauptversammlung Mitte Februar zur Diskussion gestellt werden (Archivfoto).

Der Sozialdienstverein im Raum Bau/Pattburg schrumpft und setzt die Überlegung auf die Tagesordnung der Generalversammlung, ob eine Fusion mit dem Tingleffer Verein eine annehmbare Lösung ist. Fördetreff-Vorsitzende Christa Kath erläutert die Hintergründe.

Wenn am Sonntag, 15. Februar, die Generalversammlung des Sozialdienstvereins Fördetreff im Einzugsgebiet Bau (Bov) und Pattburg (Padborg) im Haus Quickborn in Kollund stattfindet, rücken Tingleff und der dortige Sozialdienstverein in den Vordergrund. 

Auf der Tagesordnung der Versammlung, die um 10.30 Uhr beginnt, stehen unter anderem eine eventuelle Fusion bzw. eine erweiterte Zusammenarbeit mit Tingleff.

„Es ist nun einmal so, dass wir aktuell nicht sehr viele Mitglieder haben und ein Großteil ein hohes Alter erreicht hat. Es wird immer schwieriger, für Veranstaltungen genug Teilnehmende zu finden. Hinzu kommt, dass es oft keine Leute für den Vorstand gibt, wenn Vorstandsmitglieder aus persönlichen Gründen oder aufgrund des Alters ausscheiden. Das ist nicht nur bei uns ein Problem“, skizziert Fördetreff-Vorsitzende Christa Kath die Ausgangslage.

Neue Wege gehen

Um bei Veranstaltungen genug Gäste zusammenzubekommen, müsse mit anderen Vereinen enger zusammengearbeitet oder eben fusioniert werden. „Apenrade ist weiter weg. Es bietet sich da eher Tingleff an. Wir sind bereits dazu übergegangen, den Sozialdienst Tingleff bei Veranstaltungen einzuladen und enger zusammenzuarbeiten. Die Frage ist, ob man gleich eine Fusion anstreben sollte. Das soll auf der Generalversammlung zur Diskussion gestellt werden“, so Kath.

Die Mitgliederzahl des Ortsvereins, der seit vielen Jahrzehnten das Haus Quickborn als Heimstätte hat, liegt laut der Vorsitzenden aktuell bei 52. In Tingleff sind es über 330. 

Vorsitzende Christa Kath sowie Kolleginnen und Kollegen des Fördetreffs beschäftigt die Zukunft des Vereins (Archivfoto).

Der Fördetreff-Vorstand traf sich kürzlich mit Kolleginnen und Kollegen des Tingeffer Schwestervereins, um vorab über die Thematik zu sprechen.

„Tenor ist, dass eine Fusion mit dem Fördetreff eher langfristig infrage kommt. Es ist eine Option, wenn es schwierig wird, Vorstandsmitglieder zu finden oder die Mitgliederzahl weiter zurückgeht“, berichtet Kath vom Zusammentreffen.

Gemeinsame Aktivitäten

„Ziel ist auf jeden Fall, dass wir die Zusammenarbeit intensivieren. Das ist unter anderem bei größeren Veranstaltungen wichtig, wenn ein Bus eingesetzt wird und entsprechend viele Teilnehmende nötig sind, um die Kosten zu decken. Doch auch bei kleineren Veranstaltungen wollen wir uns gegenseitig die Einladungen zukommen lassen. Es muss sich dann zeigen, ob unsere Mitglieder den Weg nach Tingleff auf sich nehmen werden“, so Kath.

Das gelte umgekehrt auch für das Haus Quickborn in Kollund, der Begegnungsstätte des Fördetreffs. „Teilnehmende aus Tingleff sind bei Veranstaltungen bereits dabei gewesen. Das Problem sind größere Veranstaltungen. Im Haus Quickborn ist maximal Platz für 60 Personen“, ergänzt Christa Kath.

Auf der Generalversammlung am 15. Februar können Mitglieder ihre Ansichten zur Zukunft des Vereins und zu einer eventuellen Zusammenlegung teilen. Im Anschluss an die Versammlung und an die Kaffeetafel wird Chefredakteur Gwyn Nissen einen kleinen Vortrag über den „Nordschleswiger“ halten und die neue Online-Version vorstellen. 

Aus organisatorischen Gründen bittet der Fördetreff bis spätestens 6. Februar um Anmeldung bei Christa Kath (Telefon 60 26 62 06, E-Mail: christa.steinmetz@mail.dk) oder bei Bernd Olsen (Telefon 61 41 44 31, E-Mail: olsenbande55@hotmail.com).