Knivsbergfest 2025

Wencke Andresen: „Unsere Kultur lebt in unseren Herzen“

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Die Jugendrede hielt in diesem Jahr Wencke Andresen.

Im Zusammenhalt liegt die Kraft: Als Stimme der jungen Generation betont die Vorsitzende der Jungen Spitzen in ihrer Rede die Stärken der Minderheitengemeinschaft, ruft zu politischem Engagement auf und erinnert daran, wie wichtig ein einfaches Lächeln sein kann.

„Was ich hier sehe, ist ein Haufen bunter, vielfältiger Menschen, die unterschiedlicher kaum sein könnten. Und trotzdem verbindet uns eine Sache: unsere Minderheit“, leitet Wencke Andresen einen der zentralen Punkte ihrer Rede ein.

„Eine Minderheit, auf die wir stolz sein können, und die wir wertschätzen und bewahren müssen“, fährt sie fort. Sie erinnert daran, dass es so wie in Nordschleswig nicht überall auf der Welt zugeht und holt damit die zahlreichen Krisenherde ins Gedächtnis der Zuhörenden.

Doch die Botschaft ihrer Worte bleibt positiv: „Das Knivsbergfest ist ein Beweis dafür, dass unsere Kultur nicht nur in Büchern steht, sondern in unseren Herzen lebt.“

Das Knivsbergfest ist ein Beweis dafür, dass unsere Kultur nicht nur in Büchern steht, sondern in unseren Herzen lebt.

Wencke Andresen

Als Vorsitzende der Jungen Spitzen, der Jugendpartei der Schleswigschen Partei (SP), hielt die angehende Abiturientin in diesem Jahr die Jugendrede als Teil des Muldenprogramms.

Zusammen bedeutsam

Und doch lenkt Wencke den Fokus auf andere – und nutzt die Gelegenheit, um diejenigen zu nennen, die sich ebenfalls politisch für die Minderheit engagieren: die jungen Kandidatinnen und Kandidaten der SP für die Kommunalwahl am 18. November 2025 – Anna Lea, Dorthe, Lauritz, Niklas und Leif –, die sie im Wahlkampf unterstützen möchte.

„So können wir dafür sorgen, dass wir als Minderheit weiterhin in den Kommunalräten der vier nordschleswigschen Kommunen vertreten sind“, betont sie. Dies sei wichtig, um die Minderheiteninteressen auf die Tagesordnung zu bringen. Auch den Austausch mit der jungen Generation findet sie wichtig.

Ihre Bitte jedoch: „Habt Geduld mit uns.“ Junges Engagement bedeutet zwar neue Impulse, aber eben auch ein kleineres Repertoire an Erfahrungen.

Einander sehen

Mit ihren Worten macht sie deutlich: Der 19-Jährigen liegt viel an der Minderheit – insbesondere an der starken Gemeinschaft. Das unterstreicht ihre Aufforderung an die Zuhörenden am Ende ihrer Rede: „Schaut doch mal zu eurem Sitznachbarn und schenkt ihm oder ihr ein kleines Lächeln. Seid dankbar dafür, dass wir alle hier auf dem Knivsberg zusammengekommen sind.“

Damit fordert sie also dazu auf, genau das zu tun, was sie in ihrer Rede ebenfalls getan hat: die anderen in den – eigenen – Fokus zu rücken und die Gesichter der Minderheit als Teil der eigenen Gemeinschaft zu erkennen.

Lächeln für mehr Leichtigkeit

Ihre Rede schließt sie mit Worten, die in dieser krisengeschüttelten Zeit einen Impuls für mehr Leichtigkeit geben: „Das Leben ist voller kleiner Glücksmomente, und trotzdem fokussieren wir uns immer zu sehr auf die negativen Dinge im Leben. Auch wenn nicht immer alles nach Plan verläuft, sollte man nicht verzweifeln und unzufrieden sein. Seid dankbar für das, was ihr habt, feiert die kleinen Erfolge im Alltag und beginnt jeden Tag mit einem Lächeln.“

Diese Glücksmomente gilt es, auf dem Knivsbergfest zu sammeln.