Kommunalwahl 2025

Wahlcafé am DGN: „Wählen ist besser, als gar nichts zu machen“

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Vor der ersten Wahl für viele der Jugendlichen, nutzen sie die Möglichkeit, sich bei den Parteien persönlich zu informieren.

Die Schülerinnen und Schüler des Deutschen Gymnasiums für Nordschleswig hatten die Möglichkeit, mit den Spitzenkandidaten der Parteien anlässlich der bevorstehenden Kommunalwahl ins Gespräch zu kommen. Was beschäftigt die junge Generation zurzeit, und womit könnten die Kandidierenden sie auf ihre Seite ziehen?

„Es ist wichtig, dass sich die jungen Leute informieren“, sagt Wencke Andresen, Mitorganisatorin des Gesprächsforums zur Kommunalwahl am Deutschen Gymnasium für Nordschleswig (DGN). 

Es zeichnet sich auch schnell ab, dass genau eine solche Veranstaltung wichtig ist. Die wenigsten haben einen genauen Plan, bei wem sie bei der bevorstehenden Wahl ihr Kreuz setzen sollen. Sie wollen sich einen Überblick verschaffen, sagen die meisten.

Was junge Stimmen bewegt

Viele der Jugendlichen wünschen sich unter anderem bessere Busverbindungen auf dem Land.

„Mich interessiert, wie die Parteien zu den jüngeren Generationen durchdringen wollen“, sagt Sebastian, der sich auch noch unsicher ist, wo er sein Kreuz setzt. Auch Emmelie und Gresa wollen wissen, wie junge Leute besser in der Kommune integriert werden können, und wünschen sich einen Ort, wo sie sich ausprobieren können.

Jurij lebt zwar seit fünf Jahren in Dänemark, aber nutzt die Gespräche, um das dänische System besser kennenzulernen. Für ihn ist auch noch nicht klar, ob er überhaupt wählen geht, da er nach seinem Abschluss im kommenden Sommer zurück nach Deutschland ziehen wird.

Im Gegensatz zu Jurij sind sich aber die meisten seiner Mitschülerinnen und Mitschüler sicher, dass sie auf jeden Fall wählen wollen. „Wählen ist besser, als gar nichts zu machen“, meint Frida.

Ziel der Gesprächsrunde ist es, mit den Kandidierenden locker ins Gespräch zu kommen, erzählt Lehrer Gerret Schlaber. Ohne feste Zeitabschnitte sollen sich die Jugendlichen informieren und ihre persönlichen Fragen stellen können. So sollen sie im besten Fall eine Entscheidung treffen können, bei wem sie am 18. November ihr Kreuz setzen.

Viele nutzten die Gespräche, um die Parteien das erste Mal genauer kennenzulernen.

Bekannte Gesichter, aber keine sichere Zustimmung

Bei der Schleswigschen Partei trafen die Jungen Spitzen teilweise auf Mitschülerinnen und Mitschüler.

Teil der Gesprächsrunde waren auch die Kandidierenden der Jungen Spitzen, der Schleswigschen Partei (SP). Die Besonderheit ist hier, dass sie teilweise auf Schülerinnen und Schüler ihrer Schule, aber auch auf ihre Freunde treffen. „Man entwickelt natürlich eine Sympathie, weil man die Leute kennt, aber ich halte mich persönlich immer noch gerne objektiv“, sagt Sebastian. So geht es auch einigen anderen. Die SP stößt also am DGN auf größere Aufmerksamkeit, aber nicht auf gesicherte Zustimmung.