Deutsche Minderheit

Svinget rundt: Ein Fest, wo sich Menschen begegnen und vernetzen

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Von saftigen Brownies, Brötchen mit „Pålæg-Schokolade“ bis hin zu Apfel-Vanille-Kuchen war alles an Köstlichkeiten dabei – das Kuchenbuffet war auch dieses Jahr reichlich gefüllt.

Am Donnerstag luden die deutschen Vereine und Institutionen wieder zum Mitmachen, Entdecken und Genießen ein. Ob Kinderschminken, Chemieexperimente oder das allseits beliebte Kuchenbuffet – beim traditionellen Fest „Svinget rundt“ ist für alle etwas dabei. Warum Schulleiterin Berit Kynde das Fest so gerne mag, hat sie dem „Nordschleswiger“ verraten.

„Uns liegt die Tradition sehr am Herzen“, erzählt Schulleiterin Berit Kynde von der Deutschen Privatschule in Apenrade (DPA) mit einem stolzen Lächeln. In diesem Jahr eröffnete sie das „Svinget rundt“, das Fest der deutschen Institutionen und Vereine in Apenrade, zum ersten Mal in ihrer Position als Schulleiterin.

Gemütliche Atmosphäre

Im Vorfeld hatte sie dem „Nordschleswiger“ verraten, dass ihr persönliches Highlight jedes Jahr aufs Neue die fröhliche Stimmung unter den vielen Menschen sowie die netten Gespräche sind, die dabei entstehen.

Und so war es auch in diesem Jahr: Während sich die Kinder und Jugendlichen an den verschiedensten Angeboten vergnügten, nutzten Eltern, Freunde und Bekannte die Zeit für einen kleinen Plausch.

Laut Kynde ist das Svinget rundt ein bedeutendes Ereignis, bei dem deutsche Verbände und Institutionen zusammenkommen, um miteinander ins Gespräch zu kommen und sich zu vernetzen.

Schulleiterin Berit Kynde (rechts) und die stellvertretende Schulleiterin Semira Werner (links) genießen das Sommerfest in vollen Zügen – die Station Kinderschminken wurde offensichtlich auch besucht.

Schülerinnen und Schüler sowie ihre Eltern erhalten dabei einen Einblick in die vielfältigen Angebote in Apenrade. Es handelt sich also nicht nur um ein gewöhnliches Sommerfest, sondern vielmehr um eine Gelegenheit, sich gegenseitig kennenzulernen.

Von Ballbalance bis Bogenschießen

Schüler Leart vom Deutschen Gymnasium für Nordschleswig beim Chemieexperiment „Elefantenzahnpasta“: Wasserstoffperoxid wird durch einen Katalysator in Sauerstoff und Wasser zersetzt, wobei der entstehende Sauerstoff das Spülmittel aufschäumt und so eine große Menge Schaum erzeugt.

Mit dabei waren außerdem die deutschen Kindergärten in Apenrade, die mit abwechslungsreichen Spiel- und Mitmachaktionen für Spaß bei Groß und Klein sorgten.

Das Deutsche Gymnasium für Nordschleswig brachte spannende Experimente aus der Welt der Naturwissenschaften mit.

Beim Apenrader Minderheitensportverein „Mein Turnverein Apenrade“ (MTV) war Geschicklichkeit gefragt – hier drehte sich alles rund um die Ballbalance. Auf einem Tischtennisschläger sollten die Teilnehmenden einen Ball jonglieren und dabei einen Parcours durchlaufen – keine leichte Aufgabe. Aber mit etwas Geschick schafften sie es.

Die Deutsche Zentralbücherei war vertreten und bot eine Auswahl an gebrauchten Büchern zum Stöbern und Mitnehmen an.

Wer es sportlich mochte, konnte sich beim Ergometerrudern am Stand des Apenrader Rudervereins auspowern.

Für Rätselfreunde hatte die Schleswigsche Partei (SP) ein Quiz mit tollen Preisen vorbereitet.

Und der Spaß kam nicht zu kurz: Beim Bogenschießen oder mit dem Schokokuss-Katapult war gute Laune garantiert – nicht nur bei den Kleinen.

Auch das leibliche Wohl kommt nicht zu kurz: Ein großes Kuchenbuffet mit selbst gebackenen Leckereien der Eltern der DPA lädt zum Schlemmen ein, und der Grill ist durchgehend in Betrieb.

Spannung pur beim Bogenschießen: Hier können Kinder ihre Treffsicherheit üben.
Suchbild: Wo ist der fliegende Schokokuss?

Begleitet wird das Angebot von einer Vielzahl kleiner Stände, an denen Schülerinnen und Schüler frische Zuckerwatte, Crêpes oder Popcorn verkaufen und Kinderschminken sowie Nägellackieren anbieten.

Schülerinnen zaubern Kindern nicht nur ein Lächeln ins Gesicht, sondern auch bunte Motive.
Highlight: Auf der riesigen Airtrack-Matte konnten sich die Kinder austoben.