Deutsche Minderheit

Stechen entscheidet traditionsreichen Wettkampf in Tondern

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Das Foto zeigt die erfolgreiche Mannschaft des Kegelvereins Legan. Vorne (v. l.): Claus Lund, Günter Haagensen, Peter Bruhn, Ulf Terp und Kurt Haagensen; hinten: Klaus Heil, Carsten Dinsen Andersen, René Terp, Leif Ipsen, Christian Andresen, Lars Hemmsen und Stefan Christiansen.

Mit seinem letzten Wurf rettete Günter Haagensen dem deutschen Kegelklub Legan den Gleichstand – und machte damit eine Stichrunde nötig, wie es sie bei der Veteranen-Stadtmeisterschaft in Tondern seit vielen Jahren nicht gegeben hatte. Am Ende jubelte Legan über den Stadtmeistertitel. Christian Andresen behielt in dem entscheidenden Duell einen kühlen Kopf.

Alles stand auf der Kippe, als Günter Haagensen für den Kegelverein Legan zum letzten Wurf antrat. Die Kugel rollte über die Bahn, die Kegel fielen – und der Gleichstand war perfekt. Nach insgesamt 160 Würfen pro Team hatten Legan und Guldhorn jeweils 1.098 Kegel erzielt. Damit war klar: Der Stadtmeistertitel musste in einer Stichrunde entschieden werden.  

Für diesen seltenen Fall bestimmten die Vorsitzenden beider Klubs jeweils einen Kegler aus ihren Reihen. Für Tonderns deutschen Kegelklub Legan trat Christian Andresen an, für Guldhorn Jørn Mellergaard. In dem direkten Duell mit je zwei Würfen auf der rechten und linken Bahn bewies Andresen starke Nerven. Mit 9 und 8 gefallenen Kegeln setzte er sich auf der ersten Bahn gegen Mellergaards 13 abgeräumte Spielfiguren in Führung und bestätigte dieses Ergebnis anschließend auch auf der zweiten. Damit sicherte er seinem Verein den Stadtmeistertitel, begleitet von großem Jubel im eigenen Team.

Austragungsort: Valhalla

Zuvor hatten sich die fünf Veteranen-Kegelklubs aus Tondern einen äußerst spannenden Wettkampf geliefert. Die traditionelle Stadtmeisterschaft wurde in diesem Jahr auf der Kegelbahn Valhalla in der Nørregade ausgetragen. Jeder Klub war mit acht Keglern angetreten, die jeweils zehn Würfe auf der linken und auf der rechten Bahn absolvierten.

In der ersten Hälfte wechselte die Führung mehrfach zwischen den Klubs Dan, Guldhorn, Gut Holz und Legan. Erst im Verlauf der zweiten „Halbzeit“ kristallisierte sich der enge Zweikampf zwischen Legan und Guldhorn heraus, der schließlich im historischen Gleichstand mündete.

Das Endergebnis

Das Foto zeigt alle Meister auf einen Blick – den Mannschaftsmeister Legan sowie die Einzelsieger (in und außerhalb der Teamwertung). Untere Reihe (v. l.): Claus Lund, Günter Haagensen, Peter Bruhn, Ulf Terp und Kurt Haagensen, obere Reihe: Klaus Heil, Peter Groth (Guldhorn), Tage Stork (Dan), Carsten Dinsen Andersen, René Terp, Leif Ipsen, Christian Andresen, Lars Hemmsen und Stefan Christiansen.

Hinter dem siegreichen Legan belegte Titelverteidiger Guldhorn den zweiten Platz. Es folgten Dan mit 1.077 Kegeln, Gut Holz mit 1.058 und Holger Danske mit 1.015 gefallenen Kegeln. Individueller Stadtmeister wurde Tage Stork, Dan, mit 152 Kegeln. Außerhalb der Turnierwertung erzielte Peter Groth mit 140 Kegeln das beste Ergebnis. Er ist Mitglied des Kegelklubs Guldhorn. Groth gehörte aber diesmal nicht zum Achter-Team, das in die Wertung kam. 

Zum Abschluss des Turniers kamen alle Kegler im Schützenhaus hinter der Schweizerhalle zusammen. Beim traditionellen Essen mit Eisbein und Sauerkraut überreichte der Präsident der Veteranenklubs und Vorsitzender des ausrichtenden Klubs Guldhorn, Freddy Jessen, die Preise. Bei Gesang,launigen Reden und der Keglerhymne klang ein Wettkampf aus, der durch seine Dramatik in Erinnerung bleiben dürfte.