Kommunalwahl 2025

SP holt in Sonderburg ein Mandat – Lauritzen ist Bürgermeister

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Nach den Koalitionsverhandlungen standen für Kirsten Bachmann Interviews an.

Die Schleswigsche Partei musste nach dem Rücktritt von Stephan Kleinschmidt einen herben Rückschlag hinnehmen. Der SP bleibt ein Mandat, das an Kirsten Bachmann ging. Sie und eine Mehrheit haben Erik Lauritzen zum Bürgermeister gemacht.

In der Kommune Sonderburg wird ab den 1. Januar 2026 eine Koalition aus fünf Parteien die Politik des Stadtparlaments lenken. 

Für die Schleswigsche Partei ist Kirsten Bachmann im Rat vertreten. Sie erhielt die meisten der 1.570 Stimmen, die in der Kommune auf die SP entfielen. 

Kirsten Bachmann ist zur Vorsitzenden des Ausschusses für Stadtentwicklung und Infrastruktur bestimmt worden. Ob sie Vize-Bürgermeisterin wird, ist noch offen und hängt auch davon ab, ob Venstre Teil des Regierungsbündnisses wird. 

Vize-Posten noch nicht besetzt

Die Koalition in Sonderburg steht, zumindest vorläufig. Bürgermeister Erik Lauritzen (m.) hat sich mit Einheitsliste, Schleswigsche Partei, Sozialistische Volkspartei und Dänische Volkspartei auf eine Regierung geeinigt.

Sozialdemokratie (13 Mandate), Dänische Volkspartei (2), Sozialistische Volkspartei (1), Schleswigsche Partei (1) und die Einheitsliste (1) haben in der Nacht beschlossen, miteinander zu regieren. 

Noch offen ist, ob auch Venstre Teil der Kommunalregierung wird, die Verhandlungen werden in den kommenden Tagen fortgesetzt.

Bürgermeister bleibt Erik Lauritzen. Wer Vize-Bürgermeisterin oder Vize-Bürgermeister wird, ist noch nicht entschieden.

SP von 3 auf 1

Die SP ist von drei Mandaten auf ein Mandat reduziert worden, nachdem Stephan Kleinschmidt vor der Wahl seinen Rücktritt erklärt hatte. Er war 20 Jahre lang Stimmenmagnet der Schleswigschen Partei – will aber im Sommer für den Hauptvorsitz im Bund Deutscher Nordschleswiger kandidieren.

 

„Wir hatten auf zwei Mandate gehofft“

Kirsten Bachmann hat rund 400 SP-Stimmen auf sich vereint, die Feinzählung steht noch aus.

Kirsten Bachmann sagt zum Wahlausgang: „Ich werde die Vorsitzende des Ausschusses für Stadtentwicklung und darüber freue ich mich. Es geht nicht nur um die Entwicklung der Städte, sondern auch der Orte und Dörfer. Das ist ein Thema, das mir wichtig ist.“

Die SP ist im neuen Stadtrat von drei Mandaten auf eins geschrumpft. „Darüber können wir natürlich nicht begeistert sein“, sagt der SP-Vorsitzende Rainer Naujeck. „Wir hatten auf zwei Mandate gehofft und das haben wir leider nicht erreicht. Obwohl wir ein tolles Team waren und viel Einsatz gezeigt haben.“

Dennoch sei die SP in Sonderburg „einigermaßen zufrieden“. „Gerade weil wir jetzt wieder an einer Mehrheitsregierung beteiligt sind und auch einen entsprechenden Vorsitz haben“, sagt Naujeck.

Sozialdemokrat Erik Lauritzen tritt als amtierender und zukünftiger Bürgermeister seine vierte Regierungszeit an. Er ist seit 2014 führender Politiker des Kommunalparlaments. 

Erik Lauritzen freut sich auf die Zusammenarbeit im neuen Stadtrat und sagt zur Breite der politischen Gruppierungen: „Das werden wir gut hinkriegen.“

Der Bürgermeister ist zufrieden mit dem Wahlergebnis: „Uns wurde ein wesentlicher Rückgang vorausgesagt, und wir haben unser Resultat einigermaßen gut gehalten.“ Die Sozialdemokratie hat 1.834 Stimmen weniger erhalten als bei der Wahl vor vier Jahren. 

Bislang in der Opposition im Stadtrat vertreten sind Liberale Allianz (3), Dänemarkdemokraten (2) und Venstre (8).