Musikfestival

Sofie von „Sihav“ schreibt einen Song fürs „FolkBaltica“

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Sofie Kurowski bei ihrem Auftritt im Alsion

Frühling und Folk: „Kommst du nur vorbei wie die Sonne im Winter?“, heißt es im Song von Sofie Kurowski. Gemeinsam mit zwei weiteren Musikerinnen schrieb sie diesen Song für das „FolkBaltica Ensemble“. Gleich mehrere Auftritte erwarten sie damit beim Festival. Ein Einblick in den Song.

„Es war Ende Februar. Wir saßen in Kolding. Die Tage zuvor war es warm, doch als wir uns trafen, wurde es sehr kalt und es schneite“, erzählt Sofie Kurowski von „Sihav“, der Band der deutschen Minderheit, die sich im Winter mit zwei weiteren jungen Künstlerinnen vom Ensemble des „FolkBaltica“ in der Hafenstadt am Koldingfjord verabredete: „Wir schauten aus dem Fenster und dachten: ‚Das wäre ein schönes Thema‘.“

Jedes Jahr gibt es einen Festival-Song fürs „FolkBaltica“, ein grenzüberschreitendes Musikfestival. Gewöhnlicherweise würden externe Musikerinnen und Musiker angefragt, ob sie diesen Song schreiben wollen, erklärt die 18-jährige Sofie: „Und dann kam Harald (Haugaard, künstlerischer Leiter des Festivals) zu uns dreien und hat gefragt: ‚Wollt ihr den schreiben?‘“

Deutsch-dänischer Frühlingssong

Gemeinsam mit Ida Brinch und Sigrid Hogue wurde die junge Künstlerin ausgewählt, den Song für das 20. „FolkBaltica“ in Nord- und Südschleswig zu schreiben – und zu singen. Während Ida das Instrumentalstück des Songs geschrieben hat, kümmerten sich Sigrid und Sofie um den Songtext.

Der Song ist auf Deutsch und Dänisch, „um die Verbundenheit zu zeigen“, betont Sofie, die den deutschen Part singt. Auch die Zweisprachigkeit des Ensembles und des Festivals soll damit hervorgehoben werden. Den dänischen Songtext singt ihre Kollegin Sigrid.

Worum geht es im Song?

„Der Festival-Song ist darauf ausgelegt, dass er zu den Themen des Festivals passt“, sagt Sofie. In diesem Jahr ist das Thema „Der Lenz kommt! – Våren kommer!“. Bereits Ende Februar trafen sich die drei Musikerinnen, um einen passenden Song zu schreiben, erzählt Sofie. „Dann haben wir überlegt: Worum kann es gehen, wenn das Thema ‚Frühling‘ ist?“, sagt die junge Künstlerin. In dem gehe es um den Übergang vom Winter ins Frühjahr:

Im Song versuchen die Musikerinnen darzustellen, ob der Frühling wirklich da sei oder „geht er wieder weg, wie die Sonne es im Winter tut?“, erklärt Sofie. Am Ende des Songs folgt die Auflösung, dass der Frühling endlich da sei: „Du kommst nicht vorbei wie die Sonne im Winter.“ Vom Publikum erhielten sie positive Reaktionen, berichtet Sofie.

Die Blumen kommen langsam, die Sonne fängt an zu scheinen, aber es ist immer noch kalt – gerade im Norden, wo es im April noch einmal anfangen kann zu schneien.

Sofie Kurowski von „Sihav“

Ihr großer Auftritt im Alsion

Ich würde sagen, es war ein voller Erfolg.

Sofie Kurowski von „Sihav“

„Es war eine tolle Erfahrung“, sagt Sofie. Im ausverkauften Alsion in Sonderburg (Sønderburg) sang die 18-Jährige zum ersten Mal auf einer großen Bühne vor vielen Menschen, erzählt Sofie.

„Ich war sehr nervös“, verrät Sofie, die bereits mit ihrer Band „Sihav“ kleinere Auftritte hatte und auch bei mehreren Auftritten im Jahr im „FolkBaltica“-Ensemble Geige spielt – aber als ein kleiner Teil, der das große Ensemble ergänzt, im Hintergrund. Das „FolkBaltica“ Ensemble sei wie eine Familie für sie, sagt Sofie.

In so einem tollen Konzerthaus zu spielen, macht sehr viel Spaß.

Sofie Kurowski von „Sihav“

Mit ihrer Band „Sihav“ als Pre-Act bei Marlo Grosshardt in Apenrade

Und noch ein weiterer Auftritt erwartete sie beim Festival: Im Haus Nordschleswig spielte Sofie mit „Sihav“ als Vorband, denn Musiker und Sänger Marlo Grosshardt aus Hamburg trat auf. „Ich wollte auf sein Konzert gehen und habe mich gefreut, dass er in Apenrade spielt“, sagt Sofie. Als sie dann erfuhr, dass sie mit ihrer Band den „Pre-Act“ spielt, sei sie schockiert gewesen und habe sich gefreut, ihn live zu hören, berichtet Sofie mit einem Lächeln. Insgesamt hat Sofie vier Auftritte im Rahmen des Festivals.

Am Sonntag zum Finale in Flensburg singt Sofie zum letzten Mal auf dem „FolkBaltica“-Festival vor einem mittelgroßen Publikum. Sie glaubt, dass sie weniger nervös sei, da sie bereits zweimal gespielt habe.