Deutsche Minderheit

SG West setzt auf neue Software: Mitgliedsbeiträge jetzt auch per App zahlbar

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Das Logo zeigt einen stilisiertes weißes S in einem Kreis – das höchstwahrscheinlich einen Ball symbolisieren soll.

Digitalisierung im Vereinsalltag: Der Sportverein der deutschen Minderheit in Tondern nutzt erstmals eine neue Plattform für die Organisation von Training, Beiträgen und Kommunikation. Warum Mitglieder nun zur App greifen sollten – und was sich für Eltern, Trainerinnen und Trainer und Vorstand ändert.

Der Tonderner Sportverein SG West hat mit dem Start in die neue Saison ein neues Kapitel in Sachen Vereinsorganisation aufgeschlagen: Seit Kurzem verwaltet der Verein seine Mitgliedsdaten sowie die Kommunikation mit den Mitgliedern über die App „Spond“. Zum ersten Mal wird auch der Mitgliedsbeitrag digital eingetrieben – eine deutliche Erleichterung für Mitglieder und Vorstand gleichermaßen.

Empfohlen wurde die Software vom Deutschen Jugendverband für Nordschleswig (DJN). „Wir hatten vorher ‚ForeningLet‘ im Einsatz, wie auch der Bund Deutscher Nordschleswiger und andere Verbände. Das hat grundsätzlich gut funktioniert, vor allem in der Mitgliederverwaltung“, sagt SG-West-Vorsitzender Rasmus Jessen. „Aber die Kommunikation war umständlich, und die Möglichkeit zur Beitragseinzahlung gab es dort nicht.“

App erleichtert Verwaltung und Kommunikation

Rasmus Jessen ist Vorsitzender der SG West (Archivfoto).

„Spond“ bietet beides und das mit einem vergleichsweise einfachen System. Die App kann sowohl auf dem Smartphone installiert als auch über den Browser genutzt werden. Dennoch rät Rasmus Jessen dazu, sich die App herunterzuladen und Push-Nachrichten zuzulassen: „Nur so bekommt man schnell alle relevanten Informationen, etwa wenn kurzfristig eine Rhönrad-Trainingsstunde ausfällt.“

Ein großer Vorteil für den Vorstand: Die App zeigt an, ob eine Mitteilung von den Mitgliedern geöffnet wurde. „Bislang mussten wir E-Mails verschicken und hoffen, dass sie gelesen werden. Jetzt geht das zielgerichtet und nachvollziehbar“, erläutert Jessen einen der Pluspunkte dieser in Norwegen entwickelten Software.

Auch die Integration von Trainerinnen und Trainern und Betreuerinnen und Betreuern ist möglich und gewünscht. So kann jede Abteilung direkt mit ihren Gruppen kommunizieren.

Beitragseinzug vereinfacht

Auch bei der Zahlung der Mitgliedsbeiträge bringt „Spond“ Vorteile. Beiträge können per App bezahlt werden – allerdings (noch) nicht über MobilePay, da „Spond“ nicht in Dänemark entwickelt wurde. Wer weiterhin mit MobilePay zahlen möchte, muss die Boxnummer des Vereins manuell eingeben.

Für Eva Maria Jessen, die als Kassenwartin für rund 200 Mitglieder zuständig ist, bringt das System dennoch eine enorme Entlastung: „Früher musste sie Kontoauszüge durchgehen und jede Zahlung händisch zuordnen. Jetzt sieht sie auf einen Blick, wer bezahlt hat“, so ihr Mann Rasmus Jessen.

Noch nicht alle registriert

Trotz der Vorteile ist die Umstellung für viele Mitglieder noch neu. Zwar wurde bereits am 21. Juli über die Einführung von Spond informiert, doch wegen der Sommerferien sei der Rücklauf zunächst verhalten gewesen. Ein erster Reminder ging am 10. August raus – weitere werden folgen.

„Jetzt, wo die Ferien vorbei sind und das Familienschwimmen am Donnerstag wieder startet, rechnen wir mit mehr Rückmeldungen. Vor Ort werden wir auch noch einmal aktiv auf die App hinweisen“, erklärt Jessen. Die Registrierung sei einfach und werde von der App gut angeleitet. Sollten dennoch Fehler auftreten, könne die Administratorin – Eva Maria Jessen – Korrekturen unkompliziert vornehmen.

Ob sich „Spond“ künftig auch bei anderen Vereinen der deutschen Minderheit in Nordschleswig durchsetzen wird, bleibt abzuwarten. Für die SG West jedenfalls ist die Richtung klar: mehr Übersicht, weniger Papier – und ein direkter Draht zu den Mitgliedern.