Deutsche Minderheit

Rothenkruger Donnerstagsclub blickt auf ein bewegtes Jahr zurück

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Irmgard Hänel (stehend l.) überreicht Carl Uwe Lorenzen ein Präsent für jahrzehntelangen Einsatz als Revisor.

Gemeinschaft trotz Schnee und Eis: Bei der Generalversammlung des Rothenkruger Donnerstagsclubs blickten die Mitglieder nicht nur auf ein Jahr voller Ausflüge, Vorträge und Begegnungen zurück, sondern stellten auch den Vorstand neu auf.

Das Schneetreiben  und die glatten Straßen draußen bestimmten an diesem Abend den Rahmen – drinnen begann die Generalversammlung des Rothenkruger Donnerstagsclubs mit einem stillen Moment. Vorsitzende Irmgard Hänel begrüßte die Anwesenden und bat um eine Schweigeminute für verstorbene Mitglieder. 

Eigentlich hätte auch Nordschleswiger-Chefredakteur Gwyn Nissen zu Gast sein sollen. Wegen der Witterung hatten sich die Mitglieder jedoch entschieden, den Besuch auf einen späteren Zeitpunkt zu verschieben und wählten Carl Uwe Lorenzen zum Versammlungsleiter.

Das Jahr im Rückblick

Im Mittelpunkt des Abends stand der Rückblick auf das vergangene Jahr. Irmgard Hänel berichtete von zahlreichen Veranstaltungen, die den Donnerstagsclub 2025 geprägt haben: einem musikalischen Nachmittag, Spargel- und Entenessen, einem Halbtagsausflug sowie mehreren Vorträgen – unter anderem zu Gesundheitsthemen, Geschichten und Anekdoten rund um den Rummelpott. Auch Lottospiel und Weihnachtsfeier gehörten zum festen Programm. Mehrere dieser Aktivitäten hat der Donnerstagsclub gemeinsam mit dem Apenrader Mittwochstreff organisiert.

Hänel nutzte die Gelegenheit, um sich für die Zusammenarbeit mit dem Kindergarten, der Schule sowie mit den Familienberaterinnen des Sozialdienstes Nordschleswig zu bedanken. Besonders hob sie Karin Hansen hervor. Dankesworte richtete sie auch an Heidi Ullrich, die nach dem Tod des langjährigen Kassierers Hans Hinrich Matzen kurzfristig dessen Aufgaben übernommen hatte.

Der Vorstand erhielt von den anwesenden Mitgliedern Entlastung, ebenso der Kassenbericht. Der Mitgliedsbeitrag bleibt weiterhin bei 75 Kronen im Jahr. Bei den anschließenden Wahlen wurde Teresa Christensen in ihrem Amt bestätigt. Neu im Vorstand sind Heidi Ullrich sowie Judy Lørum. Beide konnten an diesem Abend nicht teilnehmen, hatten ihre Zustimmung zur Wahl jedoch schriftlich erklärt. Rosemarie Hartmann bekleidet den Posten der Beisitzerin.

Familienberaterin berichtet über Einsätze

Ein weiterer Punkt auf der Tagesordnung war der Abschied von Carl Uwe Lorenzen aus seiner Funktion als Revisor. Über viele Jahre hatte er diese Aufgabe übernommen. Irmgard Hänel dankte ihm für seinen Einsatz und überreichte ein kleines Präsent.

Anschließend berichtete Familienberaterin Karin Hansen aus ihrer Arbeit beim Sozialdienst Nordschleswig. Sie sprach über ein Jahr, das von Unterstützung und Begleitung geprägt war – etwa bei Konflikten in Familien oder bei der Hilfe für getrennt lebende Eltern. Sie stellte auch das Projekt „Lebensgeschichten“ vor, bei dem Menschen im Haus Quickborn miteinander ins Gespräch kommen und Erinnerungen teilen. Das Angebot soll 2026 fortgeführt werden.

Ebenfalls weitergeführt wird das Projekt der Besuchsfreunde, bei dem freiwillige Helferinnen und Helfer einsame Menschen besuchen. Der Bedarf sei weiterhin groß. Zudem werde Zugezogenen Unterstützung angeboten, um ihnen das Ankommen zu erleichtern. Dafür ist der Aufbau eines Netzwerks geplant. Ergänzt wird die Arbeit durch die Teilnahme an einer Seniorenmesse sowie durch einen Fachtag mit Kolleginnen des Sozialdienstes, bei dem neue Konzepte entwickelt wurden.

Das ist der Vorstand

Im Anschluss an die Generalversammlung konstituierte sich der Vorstand neu: Erste Vorsitzende bleibt Irmgard Hänel, zweite Vorsitzende und Kassiererin ist Heidi Ullrich. Weitere Vorstandsmitglieder sind Teresa Christensen und Judy Lørum, Beisitzerin ist Rosemarie Hartmann.