Kommunalwahl 2025

Podcast-Interview: Dorthe Andresen unterstützt Bebauungspläne am Nørreport

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Erwin Andresen (2. v. r.) und Dorthe Andresen (r.) stellen sich den kritischen Fragen von Marle Liebelt und Walter Turnowsky.

Soll am nördlichen Ende der Apenrader Fußgängerzone gebaut werden – oder bleibt der zwischenzeitliche Park am Nørreport bestehen? Diese Frage wird im Wahlkampf heiß debattiert. Dorthe Andresen und Erwin Andresen von der Schleswigschen Partei erklären im Podcast „Mojn Nordschleswig“, warum sie für eine Bebauung eintreten.

Der Park am Nordertor (Nørreport) ist bei Wahldebatten in Apenrade zum heißen Eisen geworden. 

Auch innerhalb der Schleswigschen Partei gehen die Meinungen auseinander. Der Kandidat Peter Asmussen möchte den eigentlich als Übergangslösung gedachten Park erhalten. Die beiden Stadtratsabgeordneten Erwin Andresen und Kurt Asmussen treten für das geplante Bauprojekt ein.

Kandidatin vermisst Wohnraum

Auch die Kandidatin der Jungen Spitzen, Dorthe Andresen, findet, dass dort Wohnungen entstehen sollten. Das sagt sie in einem Wahlextra des Podcasts „Mojn Nordschleswig“.

„Wir wissen, dass in Apenrade viel Wohnraum fehlt und dass wir bauen müssen“, so die Kandidatin. 

Uneinigkeit in der SP

Peter Asmussen schreibt dagegen in einem Leserbrief im „Nordschleswiger“, dass die Fußgängerzone alleine „das Herz der Stadt“ nicht mehr tragen könne. 

„In Kombination mit Erholungsflächen, kulturellen Angeboten und grünen Treffpunkten wie dem Nørreportpark entsteht ein Stadtzentrum, in dem Handel, Kultur und Gemeinschaft Hand in Hand gehen“, argumentiert er. 

Grünfläche beim Bauprojekt eingeplant

Dorthe Andresen ist hingegen überzeugt, dass auch das geplante Bauprojekt eine solche Belebung ermöglichen wird. Dieses umfasst eine Grünanlage auf der zur Fußgängerzone hin gewandten Seite.

„So entsteht Platz für Events und gleichzeitig wird Wohnraum geschaffen“, sagt sie.

Bürgermeisterkandidat Erwin Andresen pflichtet ihr bei: „Die Tatsache, dass der vorläufige Stadtpark gut angenommen worden ist, bestätigt mich darin, dass auch der neue Stadtpark gut genutzt werden wird.“

Erwin Andresen sieht Kompromiss im geplanten Projekt

Er betont, das Nørreport-Projekt sei Teil eines langfristigen Plans, um die Innenstadt aufzuwerten. Bereits 2014 begann die Kommune mit der Sanierung der Fußgängerzone – zunächst im südlichen Teil. 2021 hat die Kommune dann die Häuserzeile am Nordertor abgerissen, unter anderem als Antwort auf die leerstehenden Geschäftslokale. 

„Ich hoffe, dass die Leute sich die Zeit nehmen, die endgültigen Pläne zu studieren und dabei erkennen, dass auch Platz für die gewünschten Events ist“, sagt Erwin Andresen. 

Peter Asmussen meint dagegen, „eine Bebauung würde die Innenstadt physisch abriegeln“. „Entscheidend ist für mich, dass wir das Ganze sehen – und gemeinsam klug in eine Innenstadt investieren, die sowohl Handel als auch Kultur, grüne Oasen und starke Gemeinschaften umfasst.“

In dem Wahlextra stellen Dorthe Andresen und Erwin Andresen sich ebenfalls Fragen zur Landwirtschaft, zum Ausbau der Solarparks und der Ambition des Letzteren, Bürgermeister von Apenrade zu werden. Die Podcastfolge ist oben im Artikel abrufbar.

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