Schleswigsche Partei

Mitte-Bündnis in Apenrade – gegen die Blockpolitik

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Die Vertreterin und die Vertreter des Wahlbündnisses: (v. l.) Erwin Andresen (Schleswigsche Partei), Ester Esmarch (Christdemokraterne), Simon Bødker Egholm (Radikale Venstre) und Peter Maindal (Moderaterne)

Zufrieden zeigten sich zu Beginn des Septembers die vier Spitzenkandidatinnen und -kandidaten von Schleswigscher Partei, Moderaten, Radikale Venstre und Christdemokraten. Die Parteien sind ein Wahlbündnis eingegangen und wollen „eine Alternative zur harten Spaltung zwischen dem blauen und dem roten Block bieten“, wie sie einhellig betonen.

„Wir wollen gemeinsam ein Gegenmodell zur scharfen Aufspaltung in einen roten und einen blauen Block anbieten. Unser Ansatz ist eine ausgewogene und konstruktive Politik, die Vielfalt anerkennt und gegenseitigen Respekt fördert“, heißt es in einer gemeinsamen Mitteilung des neugebildeten Wahlbündnisses in der Apenrader Kommune. Das Bündnis besteht aus: Christdemokraten, Moderaten, den Radikalen und der Schleswigschen Partei (SP).

Die politische Mitte solle gestärkt werden, heißt es in der Mitteilung weiter.

Am Montagnachmittag präsentieren sich die Spitzenkandidatin und die drei Spitzenkandidaten der Parteien sichtlich zufrieden über den Zusammenschluss.

Entgegen der Polarisierung

„Das Wahlbündnis gründet sich auf dem gemeinsamen Ziel, die parteiübergreifende Zusammenarbeit zu fördern und die zunehmende Polarisierung, die die politische Debatte sowohl lokal als auch national prägt, abzuschwächen. Die vier Parteien sind sich einig, dass Lösungen am besten gemeinsam gefunden werden“, sind sie sich einig.

„Wir wollen, dass Politik sich um eine Sache dreht, nicht um jemanden“, sagt Peter Maindal von Moderaterne. Man wolle von der Mitte aus für Stabilität sorgen. „Eine breite Zusammenarbeit schafft bessere Resultate“, so Maindal weiter, dessen Aussage von den drei anderen mit einem zustimmenden Nicken quittiert wird.

Jede Stimme zählt

„Zudem können wir durch das Bündnis sichern, dass keine Stimmen verloren gehen“, fügt Erwin Andresen (SP) hinzu.

„Mit dem Bündnis haben wir eine gute politische Gruppe der Mitte“, ist sich SP-Wahlorganisator Gösta Toft sicher.

Die Wahlziele unterscheiden sich zwar, „sonst wären wir ja eine Partei“, sagt Simon Bødker Egholm (Rad. V), jedoch „sehen wir uns alle als Partei der Mitte, und wer uns wählt, der möchte die Mitte – ohne Polarisierung.“

„Das beste Signal für die Wählerinnen und Wähler ist ja, dass wir uns einig sind“, fasst er zusammen.

Technisches Wahlbündnis

Ein technisches Wahlbündnis (dänisch: valgforbund) ist eine Vereinbarung zwischen zwei oder mehr Parteien, die dazu dient, Reststimmen bei Wahlen effizienter zu nutzen.

Wie funktioniert es?

Vertretende des Wahlbündnisses präsentieren sich vor dem früheren Apenrader Rathaus.