Kommunalpolitik

„Kultur ist kein Luxus, sie ist existenziell“

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Das „Danger-Festival“ hat in diesem Jahr nicht nur zum ersten Mal die Menschen in und um Rens begeistert, sondern auch Gäste aus Deutschland in den kleinen Ort gelockt.

Kurt Asmussen ist sicher: Die ländlichen Räume können nur dann weiterbestehen, wenn Angebote für die jungen Menschen gemacht werden. Dazu gehören unter anderem Konzerte und Festivals, die speziell für diese Altersgruppe gemacht werden. Wichtig sei zudem, die Dorffeste finanziell nicht zu vergessen.

„Kultur ist kein Luxus, sie ist existenziell“, meint Kurt Asmussen. Dem Politiker der Schleswigschen Partei (SP) geht es jedoch nicht um Musik oder Kunst, die er mit Kultur fördern möchte, sondern es geht um den Erhalt der Lokalbevölkerung in den ländlichen Gebieten.

Wegzug stoppen – aber wie?

„Wir hatten in den vergangenen Jahren in der Kommune Apenrade eine stagnierende Bevölkerungszahl, und das trotz der vielen Menschen, die aus Deutschland zugezogen sind“, stellt er fest. So könne es nicht weitergehen, findet er.

Was kann also unternommen werden, um die Entvölkerung der ländlichen Regionen zu stoppen – und vielleicht sogar umzukehren?

Gute Erinnerungen für die jungen Menschen schaffen

Diese Frage hat sich Asmussen gestellt und ist – inspiriert von einer Info-Reise – zum Schluss gekommen, dass „wir den jungen Menschen Erlebnisse bieten müssen“, sagt er. Er erinnere sich als gebürtiger Renzer gut an Dorffeste und soziale Arrangements im Ort. „Das hat bei mir Spuren hinterlassen“, so das Apenrader Stadtratsmitglied.

„Wir müssen dafür sorgen, dass es solche Veranstaltungen auch in Zukunft gibt, und dabei darf es an Geld nicht fehlen.“ Oftmals sei die Finanzierung solcher Events das größte Problem für die Veranstaltenden, die diese dann nicht durchführen könnten, wie Kurt Asmussen aus Erfahrung weiß. „Obwohl es viele gute Ideen gebe“, fügt er hinzu.

Kurt Asmussen
Kurt Asmussen hat Pläne, damit mehr Menschen in die ländliche Kommune Apenrade ziehen.

Veranstaltenden finanzielle Sicherheit geben

Ein anderer Fall wäre, wenn veranstaltende Vereine Verlust machen. „Das kann nicht sein“, so Asmussen.

Und das müsse auch nicht sein, meint er. „Die Kommunen sollten mit einer Verlustabsicherung einspringen“, schlägt Asmussen deshalb vor. Dafür müsse Geld in den Kassen sein, denn „oft kosten solche Veranstaltungen nicht so viel“. Das wäre dann eine beruhigende Maßnahme für die Veranstaltenden.

Kleine Events fördern

Deshalb sollten nicht nur Großveranstaltungen wie das Kongehøjfestival durchgeführt werden. „Solche Events, wie es sie beispielsweise in Stübbek gibt, müssten mehr unterstützt werden“, so der SPler. Dort findet jedes Jahr das Familienfestival statt.

Solche Arrangements, so ist sich Kurt Asmussen sicher, würden auch dazu führen, dass sich junge Menschen an ihre Kindheit und Jugend positiv erinnern und dann gerne hierher zurückkehren wollen, sagt er abschließend.