Politik

Kriegsende vor 80 Jahren: Landtagspräsidentin gedenkt in Nordschleswig

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Kristina Herbst hielt für die Opfer des deutschen NS-Regimes eine Schweigeminute im Fröslevlager ab.

Kristina Herbst besuchte am Freitag das Fröslevlager und legte unter anderem mit dem BDN-Hauptvorsitzenden Blumen nieder.

„Ich fand es gut, dass Kristina Herbst da war und sich angeschaut hat, dass wir ja damals auch ein Lager bei uns hatten. Sie war an der Geschichte dahinter sehr interessiert“, sagt Hinrich Jürgensen, Hauptvorsitzender des Bundes Deutscher Nordschleswiger, der Dachorganisation der deutschen Minderheit in Dänemark.

Anlässlich des 80. Jahrestages des Endes des Zweiten Weltkrieges in Europa am 8. Mai war die Landtagspräsidentin aus Schleswig-Holstein am Freitag ins Fröslevlager gekommen, um am Gedenkstein des Lagers Blumen niederzulegen und eine Schweigeminute für die Opfer des NS-Regimes abzuhalten. Begleitet wurde sie dabei unter anderem von Hinrich Jürgensen und Marion Petersen vom BDN sowie von Vertretern des SSF (Sydslesvigsk Forening), der Vertretung der dänischen Minderheit in Schleswig-Holstein. Empfangen wurden sie vom Apenrader Bürgermeister Jan Riber Jakobsen (Konservative).

Kristina Herbst (Mitte) bekam unter anderem mit Hinrich Jürgensen eine Führung durch das ehemalige Gefangenenlager.

Ergänzend zu gemeinsamen Gesprächen fand eine Führung über das Gelände und durch das Museum des Fröslevlagers statt. „Die Ausstellung vermittelt mit anschaulichen Exponaten und Liebe zum Detail, wie es in der Zeit vor der Befreiung gewesen sein muss. Es geht aber auch um die grenzüberschreitende Versöhnung, die ein Entwicklungsfeld der Gedenkstätte ist“, so Kristina Herbst in einer Mitteilung.

Zuvor hatte die Landtagspräsidentin die Kieler Gedenkstätte „Flandernbunker/Mahnmal Kilian“ besucht.

Die Landtagspräsidentin war interessiert an der Geschichte des Lagers.