Deutsche Minderheit

Kleines Gymnasium, große Wirkung: DGN erneut auf Platz eins

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Grund zum Feiern: Das deutsche Gymnasium zählt zu den besten Schulen des Landes (Archivbild).

Auch in diesem Jahr belegt das Deutsche Gymnasium für Nordschleswig den Spitzenplatz im Ranking der Denkfabrik Cepos als beste Bildungsinstitution. Die Denkfabrik untersucht jährlich, wie erfolgreich Gymnasien das Leistungsniveau ihrer Schülerinnen und Schüler steigern.

Das Deutsche Gymnasium für Nordschleswig (DGN) ist in Sachen fachliche Förderung von Schülerinnen und Schülern einsame Spitze. Grundlage dafür ist eine Analyse der Denkfabrik Cepos, die 375 Gymnasien untersucht hat. Im Fokus der Untersuchung steht, inwieweit es den Schulen gelingt, die Leistungen der Jugendlichen unabhängig vom Bildungs- und Einkommensniveau der Eltern zu steigern.

Die Berechnungen beziehen neben Bildungsniveau und Einkommen der Eltern auch den ethnischen Hintergrund der Schülerinnen und Schüler sowie familiäre Umstände wie elterliche Scheidungen ein.

Kein anderes Gymnasium ist besser

Auf Grundlage dieser Daten des Kinder- und Unterrichtsministeriums sowie der Statistikbehörde Danmarks Statistik ermittelt Cepos einen sogenannten Unterrichtseffekt. Für das DGN beträgt dieser Wert 0,8. Das heißt, die durchschnittliche Abschlussnote der Schülerinnen und Schüler liegt um 0,8 Punkte über dem Niveau, das angesichts ihres sozialen Hintergrunds zu erwarten wäre. Kein anderes Gymnasium der Untersuchung erreicht einen vergleichbar hohen Unterrichtseffekt. Den zweiten Platz belegt das Silkeborg Gymnasium mit 0,5.

Bescheidener Rektor

DGN-Rektor Jens Mittag ist zwar glücklich über das abermalig gute Ergebnis, direkt die Sektkorken knallen lassen wird er trotzdem nicht.

„Ich freue mich natürlich, dass wir weiter gute Arbeit machen, würde das Ganze aber auch nicht überbewerten. Das sind statistische Werte, und wir definieren uns nicht über Zahlen. Das Kollegium macht eine super Arbeit, würde das aber auch tun, wenn die Werte etwas schlechter wären“, so der Rektor bescheiden.

Familiäre Atmosphäre am DGN: Jens Mittag kennt die Namen aller 203 Schülerinnen und Schüler seines Gymnasiums.

Das DGN ist mit seinem Ergebnis deutlich mehr als eine Zensur besser als die beiden Bildungsstätten Køge Gymnasium und H. C. Ørsted Gymnasiet, die sich mit -0,5 den letzten Platz teilen.

Familiäre Atmosphäre hilft

Dass das DGN seit Jahren den ersten Platz der Cepos-Analyse belegt, hat aus Sicht von Jens Mittag vor allem einen entscheidenden Grund: „Wir haben natürlich den großen Vorteil, dass wir ein sehr kleines Gymnasium sind. Das sorgt für eine familiäre Atmosphäre und für mehr Vertrauen zwischen den Lehrkräften und den Schülerinnen und Schülern. In so einer Umgebung kann man dann natürlich auch besser lernen.“