Deutsche Minderheit

Für Nordschleswigs Tischtennistalente geht es nach Schleswig-Holstein

Veröffentlicht Geändert
Knapp 60 Schülerinnen und Schüler von sechs deutschen Schulen aus Nordschleswig hatten sich für das Finalturnier qualifiziert.

Beim Nordschleswig-Entscheid für die Tischtennis-Mini-Meisterschaften haben sich am vergangenen Wochenende acht Mädchen und acht Jungen gegen mehr als 50 Mitschülerinnen und Mitschüler durchgesetzt. Sie dürfen nun beim Bezirksentscheid südlich der Grenze antreten.

Aus allen Richtungen ist das Klacken von Tischtennisbällen zu hören, die entweder gerade mit Wucht geschlagen werden oder auf einer der zahlreichen Platten aufprallen, die an diesem Sonnabendmittag in der Sporthalle der Deutschen Schule Tingleff aufgestellt sind.

In der gesamten Halle herrscht buntes Treiben, immer wieder sind Jubelschreie zu hören. Rund 60 Schülerinnen und Schüler von sechs deutschen Schulen aus Nordschleswig (Förde-Schule Gravenstein, Deutsche Privatschule Apenrade, Deutsche Schule Hadersleben, Deutsche Privatschule Feldstedt, Deutsche Schule Sonderburg, Deutsche Schule Pattburg) samt Familienangehörigen und Freundinnen und Freunden, die kräftig anfeuern, haben sich in Tingleff eingefunden, um die besten Tischtennisspielerinnen und Tischtennisspieler zu ermitteln.

Bezirksentscheid in Schleswig-Holstein

Sie haben sich in den vergangenen Monaten bei den Nordschleswig-Schulentscheiden für die Tischtennis-Mini-Meisterschaften für das Finale in Tingleff qualifiziert und haben nun die Möglichkeit, zum Bezirksentscheid in Flensburg oder Nordfriesland zu kommen. Bei der ursprünglich rein deutschen Veranstaltung dürfen auch die deutschen Schulen aus Nordschleswig teilnehmen.

Gespielt wird sowohl bei den Mädchen als auch bei den Jungen in zwei Altersklassen, die Jahrgänge 2012 und 2013 sowie die Jahrgänge 2014 und 2015.

Mit dabei sind Dan Hjorth Olling und sein Kumpel Kresten Schneider von der Förde-Schule Gravenstein. Beide können sich mit drei Siegen aus vier Gruppenspielen für das Viertelfinale qualifizieren.

„Ich bin echt glücklich, in der Endrunde dabei zu sein. Ich werde voll reinhauen und hoffe, am Ende bis ins Finale zu kommen“, sagt Dan. Kresten kann ihm da nur nickend beipflichten: „Bisher lief es wirklich gut. Ich hoffe, da geht noch mehr und ich spiele gegen Dan im Finale.“

Die Kumpels Kresten Schneider und Dan Hjorth Olling haben es bis ins Viertelfinale geschafft.

Den beiden macht das Tischtennisspielen in der Schule so viel Spaß, dass sie seit zwei Monaten sogar in Broacker (Broager) im Tischtennisverein spielen.

Der Stolz überwiegt

Ganz bis für das Finale reicht es für die beiden Kumpels von der Förde-Schule am Ende leider nicht. Im Viertelfinale ist für beide Schluss. Traurig sind sie dennoch nicht, sondern vor allem stolz, so weit gekommen zu sein. Aufmunternde Worte gibt es nach den Spielen von ihren Vätern.

Bei den Mädchen setzen sich am Ende des Tages Ina Kreye und Thea Schubert durch. Bei den Jungen siegen Simon Knudby und Jason Trinh. Alle 16 Halbfinalistinnen und Halbfinalisten fahren nun zum Bezirksentscheid nach Schleswig-Holstein.

Organisator Christian Flader vom Deutschen Jugendverband für Nordschleswig freut sich über eine gelungene Veranstaltung. „Abgesehen von ein paar kleineren technischen Problemen lief es wirklich reibungslos. Ich freue mich, dass wir so viele talentierte Tischtennisspielerinnen und Tischtennisspieler in Nordschleswig haben. Es hat wirklich Spaß gemacht, viele tolle Matches zu sehen“, so Flader.

Organisator Christian Flader sieht viel Tischtennispotenzial in Nordschleswig.
Die Siegerinnen bei den Mädchen aus den Jahrgängen 2014 & 2015 (v. l.): Lotta Schwarz, Ina Kreye, Freya Bock Dahl und Anna Mathilde Bock-Vollmert.
Die Siegerinnen bei den Mädchen aus den Jahrgängen 2012 & 2013 (v. l.): Anna Sofie Weber, Thea Schubert, Louise Hammerich und Claudia Birkmose Skøtt.
Die Sieger bei den Jungen der Jahrgänge 2012 & 2013 (v. l.): Nils Böhmler, Simon Knudby, Milan Müller und Daniel Abonce
Die Sieger bei den Jungen der Jahrgänge 2014 & 2015 (v. l.): Milan Szente Zinolabedinbik, Jason Trinh, Mauritz Faaborg Nyholm und Mads Johannsen